Thai-Girl Mai-Ling (21): “Ich schaffe im Laufhaus an!”
Sie sind jung und anschmiegsam - verstehen es, einen Mann sexuell zu verwöhnen: Frauen aus Thailand. Doch oft verbirgt sich hinter ihrem anmutigen Lächeln ein erschütterndes Schicksal. Tobias Nolte berichtet für erotische-geschichten.biz.
Blutjung und verzweifelt: die Asiatin Mai-Ling. Ihr derzeitiger Aufenthaltsort ist Frankfurt.
Frankfurt am Main - die Metropole der Banken und der käuflichen Liebe. In einer Kneipe unweit des Hauptbahnhofs sitzt uns eine bildhübsche Frau gegenüber. Selbst im schummrigen Licht der Spelunke glänzt ihr Haar wie Ebenholz, die Haut wie Bronze. Eine echte Schönheit. Aus Thailand. Die junge Frau wirkt sehr ruhig, spricht ganz leise. Doch in ihren Augen spiegelt sich die nackte Angst.
“Sie dürfen keinesfalls ein Foto von mir drucken, auf dem ich zu erkennen bin”, sagt sie mit einem exotisch-erotischen Akzent. “Und nennen sie mich Mai-Ling.” Der richtige Name steht in ihrem Pass. Aber dieses Dokument besitzt sie nicht mehr. Es wurde ihr weggenommen. Von den Männern, die Mai-Ling nach Deutschland schleusten. Um das Thai-Girl hier brutal auf den Strich zu zwingen, es auszubeuten.
“Wenn die rauskriegen, dass ich mit Ihnen rede, schlagen die mich tot!” befürchtet Mai-Ling. Trotzdem tut sie es. Warum? “Weil ich dadurch vielleicht helfen kann, einigen Frauen aus meiner Heimat das Schicksal, das ich erleiden musste, zu ersparen”, sagt sie.
Mai-Ling ist 21. Sie wuchs in einem thailändischen Dorf nahe der Touristen-Hochburg Pattaya auf. “Ich habe sieben jüngere Geschwister. Und meine Eltern, einfache Bauern, waren ziemlich arm”, erzählt sie. “Manchmal hatte jeder von uns am Tag nur eine Schale Reis zu essen.”
Bis ein paar Fremde in das Dorf kamen. Sie sahen Mai-Ling und boten den Eltern für die älteste Tochter Geld an. Viel Geld. Umgerechnet etwa 300 Euro. Mai-Ling: “Sie sagten, sie würden mich nach Europa bringen. Ich könne dort in einem Haushalt arbeiten, die Reisekosten abbezahlen und dann meiner Familie monatlich sogar Geld schicken.”
Doch kaum war die damals 18-Jährige in Frankfurt gelandet, merkte sie, was die Fremden wirklich mit ihr vorhatten. Das Thai-Girl: “Plötzlich waren die überhaupt nicht mehr freundlich zu mir, übergaben mich an andere, ganz fiese Typen.”
Die steckten Mai-Ling in ein feuchtes Kellerloch mit einer schmuddeligen Matratze plus Chemie-Toilette. Und noch am selben begann das Martyrium des Thai-Mädchens: “Die Männer kamen in mein Gefängnis und zwangen mich zum Sex. Einer nach dem anderen. Stunde um Stunde, Tag und Nacht. Es war ekelhaft. Ich musste jedem dieser dreckigen Kerle zu Willen sein. Manchmal mehreren gleichzeitig. Auch oral und anal. Die haben mich zu ihrer Sklavin gemacht - mich geschlagen, getreten und fast zu Tode ge ...” Mai-Ling versagt die Stimme.
Knapp einen Monat lang wurde die junge Frau so missbraucht. Dann war ihr Wille gebrochen, die Hoffnung auf eine menschenwürdige Zukunft verloren. “Sie brachten mich nun in ein Haus, wo weitere zwölf Mädchen aus Fernost wohnten, die ein ähnliches Schicksal erlitten hatten wie ich”, erzählt Mai-Ling. “Jede von uns bediente täglich mindestens zehn Freier. Ständig unter Aufsicht. An Flucht war gar nicht zu denken.” Wohin hätte sie auch gehen können - ohne Geld und ohne Papiere?
Inzwischen ist man sich ihrer sicher. “Jetzt schaffe ich in einem Laufhaus auf dem Frankfurter Kiez an”, sagt Mai-Ling. “Ich muss alles mitmachen, was die Kunden wollen. Und es gibt viele deutsche Männer, die auf Sex mit Thai-Girls stehen. Weil wir so willig, lustvoll und anschmiegsam sind. Aber wie es in unseren Herzen aussieht, will niemand wissen ...”
Hintergrundinfo Menschenhandel
Allein in Deutschland sollen es mehr als 10.000 Frauen sein, die zur Prostitution gezwungen werden. Der Mensch als Ware - verdealt von Verbrecherbanden, die oftmals weltweit zusammenarbeiten. Diskret, ohne protzige Corvette vor der Tür. Der brutale Handel begann mit Girls aus den Elendsvierteln Südamerikas. Dann folgten Mädchen aus Thailand und von den Philippinen. Zur Zeit stehen junge Frauen aus Osteuropa hoch im Kurs. Ermittlungen im Milieu sind schwer, die Mädchen verängstigt und selten zu Aussagen bereit.

Tobias Nolte schrieb obige erotische Geschichte. - Der begeisterte Regatta-Segler ist 47 Jahre alt und schreibt seit seinem 14. Lebensjahr. Zwölf Jahre war er Reporter bei verschiedenen Lokalzeitungen in Deutschland und Dänemark. Nolte lebt heute abwechselnd in Kopenhagen und Amsterdam.
Erschienen am 10.12.2009 |

