Natalia (23) ist aus Deutschland abgereist
Natalia hat Erfahrungen gemacht. “Deutsche Männer sind Kavaliere. Sehr sympathisch. Aber der deutsche Staat - ätzend”, sagt die 23jährige Zahnarzthelferin, die seit sechs Monaten wieder in ihrer Geburtsstatt Pilsen (Polen) arbeitet. Wir haben sie dort besucht. “Man muss in Deutschland so viele Abgaben zahlen! Ich bin ein grundehrlicher Mensch und mein damaliger Zahnarzt in Potsdam auch. Ich habe ihm die Praxis geleitet, und wir haben alles gegenüber deutschem Finanzamt und Sozialversicherungsträger angegeben. Nach einem Jahr stellte ich fest, dass ich soviele Abzüge zahlen muss, dass mir zum Leben fast so wenig ausgezahlt wird wie bei mir in der Heimat, wo die Steuern wesentlich geringer sind. Und bei uns in Pilsen sind die Lebenshaltungskosten niedriger! Deswegen habe ich gekündigt und bin zurück nach Polen. Meine Mutter war glücklich, als sie mich wieder in die Arme schließen konnte! - Unglücklich war mein deutscher Freund. Wir versprachen uns, wir würden uns gegenseitig an Wochenenden besuchen. Aber die Beziehung ist leider doch in die Brüche gegangen.
Nun bin ich solo. Was auch nicht schlecht ist in meinem Alter. Jedes Wochenende auf der Piste. Auch mit meinem neuen Boss bin ich schon mal ausgegangen.” - Natalia steht uns Modell im gediegen eingerichteten Hinterzimmer eines Landgasthofs bei Pilsen. “Der Besitzer ist ein Freund meines Vaters. Hier sind wir absolut ungestört und können tolle Fotos machen”, sagt Natalia.
Erschienen am 06.3.2010 | zurück zu den erotischen Fotos im Überblick

Alessandro Vargas half beim Verfassen dieser Selbstdarstellung. - Der Enkel eines erfolgreichen Illustrators studierte an der Universität von Santiago de Chile deutsche Literatur, Film und Soziologie, forschte als Austauschstudent an der Freien Universität Berlin über Filme deutscher Emigranten. Heute arbeitet Vargas bei einer deutsch-chilenischen Stiftung mit Sitz in Valparaíso. Regelmäßig besucht er Deutschland: "Ich liebe das Land und seine Menschen."
Erotische Fotokunst bei 40 Grad Fieber
Sabine Schönberger arbeitet bei Heilbronn als Assistentin eines Betriebsarztes. Ihre Leidenschaft gehört der Fotografie. Sie hat keine Ausbildung zur Fotografin absolviert, nicht Kunst studiert. Alles, was sie über die Fotografie weiß, hat Sabine Schönberger sich über Jahre hinweg selbst beigebracht - und jetzt einen außergewöhnlichen Bildband "Schwanensee" vorgelegt. Schönberger: "Ich habe die Fotos mit 40 Grad Fieber geschossen. Es war verrückt: All die Modelle waren für mich aus ganz Deutschland, sogar aus der Schweiz angereist, und ich lag krank im Bett. Ich habe Tabletten eingeworfen, bin aufgestanden und habe dann zwei Tage lang für mein Buch fotografiert wie besessen."


