Irena (27): tagsüber Sekretärin - am Wochenende Erotik-Queen
Die 27jährige Irena lebt in der deutschen Hauptstadt. “Nur meine engsten Freundinnen wussten bisher, warum ich als gebürtige Polin nach Berlin gezogen bin. Mein Vater war Atomwissenschaftler, testete noch lange nach Ende des Warschauer Paktes geheime Raketen auf Nowaja Semlja in Russland. Wenn er nach Hause kam - was selten genug war - unterhielten sich meine Eltern nur flüsternd. Später erfuhr ich, dass mein Vater in den Westen wollte und Pläne schmiedete, wie er sich am besten absetzen könnte. Diese Pläne hat er aber nie verwirklicht, sondern brav bis zur Rente weiter für die Russen gearbeitet. Aber bei mir war das Interesse geweckt: Alles, was aus dem Westen kam, faszinierte mich. Die Mode, die Filme, die Menschen. Mit 18 bin ich zuerst nach Rostock und habe dort eine Ausbildung als Sekretärin gemacht, gleichzeitig Deutsch gelernt. Danach bin ich mit einer Freundin nach Berlin gezogen. Meine Freundin ist nach einem Jahr wieder zurück in den Osten, aber ich bin hängen geblieben und arbeite heute als Sekretärin bei einer großen Krankenkasse in Berlin.”
Die Sätze sind aus Irena herausgesprudelt. Sie ist eine quirlige junge Frau, sieht blendend aus. Sie hält sich mit einer Joghurt-Diät und Waldlauf in Form. “Ich solle auch möglichst gut aussehen”, grinst sie und verrät ein interessantes Hobby:
“Am Wochenende mache ich bei frivolen Filmen mit. Das ist aufregender Ausgleich zu der doch ziemlich eingefahrenen Tagesarbeit. Wir treffen uns in unterschiedlicher Zusammensetzung in Privatwohnungen oder kleinen Clubs, bauen die Kamera auf und ... haben Sex. Es ist viel aufregender, wenn die Kamera mitläuft!” Hat Irena keine Angst, dass die Arbeitskollegen etwas mitbekommen von ihrem ungewöhnlichen Hobby? - Irena lacht, dann sagt sie: “Die Kollegen wissen alles! Irgendwann hat der Abteilungsleiter mich zur Seite genommen und gefragt, ob es stimmt, dass ich erotische Aufnahmen mache. Ich habe bloß gefragt, ob er damit ein Problem hätte? - Er stotterte etwas davon, es wäre ihm natürlich völlig egal. - Seitdem ist das kein Thema mehr im Büro.”
Erschienen am 09.3.2010 | zurück zu den erotischen Fotos im Überblick

Alessandro Vargas half beim Verfassen dieser Selbstdarstellung. - Der Enkel eines erfolgreichen Illustrators studierte an der Universität von Santiago de Chile deutsche Literatur, Film und Soziologie, forschte als Austauschstudent an der Freien Universität Berlin über Filme deutscher Emigranten. Heute arbeitet Vargas bei einer deutsch-chilenischen Stiftung mit Sitz in Valparaíso. Regelmäßig besucht er Deutschland: "Ich liebe das Land und seine Menschen."
Erotische Fotokunst bei 40 Grad Fieber
Sabine Schönberger arbeitet bei Heilbronn als Assistentin eines Betriebsarztes. Ihre Leidenschaft gehört der Fotografie. Sie hat keine Ausbildung zur Fotografin absolviert, nicht Kunst studiert. Alles, was sie über die Fotografie weiß, hat Sabine Schönberger sich über Jahre hinweg selbst beigebracht - und jetzt einen außergewöhnlichen Bildband "Schwanensee" vorgelegt. Schönberger: "Ich habe die Fotos mit 40 Grad Fieber geschossen. Es war verrückt: All die Modelle waren für mich aus ganz Deutschland, sogar aus der Schweiz angereist, und ich lag krank im Bett. Ich habe Tabletten eingeworfen, bin aufgestanden und habe dann zwei Tage lang für mein Buch fotografiert wie besessen."


