Die Teilzeit-Lesben Irena und Natalia
Irena und Natalia kennen sich seit Kindestagen an, nie war da mehr als Freundschaft. “Und plötzlich hat es Zooom gemacht”, staunt die schwarzhaarige Natalia (23). “Es war bei meinem letzten Besuch in Berlin. Ich war bei meinem Bruder, der auch in Berlin lebt, mir wurde aber langweilig und ich hatte Lust, Irena mal wieder zu besuchen. Wir hatten uns seit den wilden Berliner Tagen nicht mehr gesehen. Damals waren wir oft zusammen in Clubs gegangen.” Natalia besuchte Irena (27) in ihrer schönen neuen Wohnung, es gab selbstgebackenen Apfelkuchen. “Plötzlich fasste mir Irena zwischen die Beine”, erinnert sich Natalia. “Dazu sagte sie mit einem Lächeln: ‘Das wollte ich schon immer mal machen.’ Sie war gespannt, wie sich das anfühlt - und wie ich reagiere. Nun ... es fühlte sich gut an.” Seit dem Nachmittag sind Irena und Natalia ein Paar. “Aber nicht, wie man sich das vorstellt. Wir sind ein ‘Teilzeit-Paar’. Wenn ich in Berlin bin und Irena besuche, dann gehen wir zusammen ins Bett. Aber wenn ich in Polen bin, dann schaue ich eher den Männern hinterher”, sagt Natalia.
Wie ist die Frauenliebe? “Ganz anders, als man es sich vorstellt. Viel zärtlicher, es ist mehr ein Geben und ein Aufeinander-eingehen. - Ich möchte nie mehr ohne eine so gute Freundin wie Irena sein. Aber ich will auch Sex mit Männern haben. Das ist ganz was anderes. Viel körperlicher, heftiger, auch emotional gefährlicher.” Gibt es Eifersucht? “Wahrscheinlich würde es die geben. Aber Irena weiß nicht, was ich in Polen treibe. Und ich weiß nicht, was Irena macht, wenn sie in Berlin ist. Ich will es auch gar nicht wissen. So wie es ist, ist es gut.”
Erschienen am 15.3.2010 | zurück zu den erotischen Fotos im Überblick

Alessandro Vargas half beim Verfassen dieser Selbstdarstellung. - Der Enkel eines erfolgreichen Illustrators studierte an der Universität von Santiago de Chile deutsche Literatur, Film und Soziologie, forschte als Austauschstudent an der Freien Universität Berlin über Filme deutscher Emigranten. Heute arbeitet Vargas bei einer deutsch-chilenischen Stiftung mit Sitz in Valparaíso. Regelmäßig besucht er Deutschland: "Ich liebe das Land und seine Menschen."
Erotische Fotokunst bei 40 Grad Fieber
Sabine Schönberger arbeitet bei Heilbronn als Assistentin eines Betriebsarztes. Ihre Leidenschaft gehört der Fotografie. Sie hat keine Ausbildung zur Fotografin absolviert, nicht Kunst studiert. Alles, was sie über die Fotografie weiß, hat Sabine Schönberger sich über Jahre hinweg selbst beigebracht - und jetzt einen außergewöhnlichen Bildband "Schwanensee" vorgelegt. Schönberger: "Ich habe die Fotos mit 40 Grad Fieber geschossen. Es war verrückt: All die Modelle waren für mich aus ganz Deutschland, sogar aus der Schweiz angereist, und ich lag krank im Bett. Ich habe Tabletten eingeworfen, bin aufgestanden und habe dann zwei Tage lang für mein Buch fotografiert wie besessen."


