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Die 3. Folge des erotischen Krimis Tessy und die Hörigkeit der Malerin:

Sex mit der Malerin

Charlotte hatte Philipp im vergangenen Herbst bei einem Hoffest in Prenzlauer Berg kennen gelernt, auf dem sie sich als Porträtzeichnerin betätigt hatte. Damals jobbte sie noch als Serviererin, lebte in einer kleinen billigen Wohnung in Kreuzberg und träumte von einer Karriere als Künstlerin. Er hatte plötzlich hinter ihr gestanden und die Skizze betrachtet, die sie heimlich von einer dicklichen Frau mit auffallend roter Nase angefertigt hatte. Er war sehr schlank, hatte kurzes dunkles Haar, sein Gesicht war hager und großporig und zu kantig, um schön genannt werden zu können; nachdenklicher Blick, um die Vierzig. Neben ihm stand ein zweiter Mann, der das genaue Gegenstück zu ihm bildete – blond, muskulös, eindringliche, hellblaue Augen, einige Jahre jünger.

„Wunderbar“, sagte der Hagere schließlich leise. „Sie haben die kleine fette Wichtigtuerin besser getroffen, als es mancher Fotograf vermocht hätte.“ Grün-braune Augen. Er lächelte sanft. Charlotte lächelte zurück. Sie war geschmeichelt und wusste, dass er es mitbekam. Na und?

„Mein Name ist übrigens Philipp Sommer.“ Er wandte sich zu seinem Begleiter um. „Und das ist mein Mitarbeiter und Freund Simon Koch. Ich führe ein Antiquitätengeschäft und bin schon allein deshalb an Kunst interessiert. Gibt es noch mehr Bilder von Ihnen?“

Mit einer winzigen, bei oberflächlicher Betrachtung kaum wahrnehmbaren Handbewegung gab Philipp Simon zu verstehen, dass er das Gespräch mit Charlotte alleine fortsetzen wollte. Sie tat, als hätte sie die kleine Geste nicht bemerkt und lächelte Simon freundlich zu, als der sich knapp entschuldigte und Richtung Weinausschank davonging.

„Ja, es gibt einige Bilder von mir“, nahm Charlotte den Faden wieder auf. „Aber offensichtlich bin ich nicht begabt genug oder treffe nie den richtigen, gerade angesagten Geschmack, denn für die Kunstakademie hat es bisher nie gereicht. So übe und lerne ich in der Zeit, die mir neben meinem Job bleibt, wo immer sich die Gelegenheit ergibt.“

Sie setzten sich, und Charlotte ertappte sich dabei, wie sie ihn länger ansah, als unbedingt nötig gewesen wäre, selbst als Malerin. Er hatte zarte Linien unter den Augen, und manchmal verfestigte sich sein Mund und wirkte hart, eigenwillig.

„Würden Sie mich malen?“ fragte er.

„Ja, natürlich. Gerne.“

„Eine Bedingung.“ Er beugte sich zur ihr vor. „Keine Schmeicheleien. Direkt, ehrlich, schonungslos. Ich weiß, dass ich keine Zwanzig mehr bin und brauche auch nicht die Illusion der ewigen Jugend.“

Charlotte nickte. Sie war beeindruckt. Entweder war Philipp der geborene Charmeur, oder er meinte es ehrlich und war eines der letzten interessanten Exemplare der Gattung Mann. Sie griff zu Block und Stift und skizzierte Kopf und Oberkörper in wenigen Minuten. Merkwürdigerweise stimmte die fertige Zeichnung nicht mit dem Bild überein, das sie im Kopf hatte, und das passierte ihr selten. Dem Gesicht fehlte die Wärme. Der abgebildete Mann wirkte entschlossen und energisch. Charlotte betrachtete es nachdenklich, bevor sie es an Philipp weiterreichte. Der lächelte.

„Ein kämpferischer Typ“, stellte er fest. „Darf ich Sie einladen?“ Philipp legte seine Hand für einen Moment mit leichtem Druck auf ihre. „Zu einem späten Kaffee oder Espresso?“

Er ist verdammt attraktiv, dachte sie, er interessiert mich, und er weiß es. Nach dem Herzklopfen und den weichen Knien zu urteilen, interessiert er mich sogar sehr. Vor ihrem inneren Auge sah sie plötzlich in beeindruckend deutlichen Bildern, wie Philipp ihr ohne großes Vorspiel an die Wäsche ging, das Höschen zerriss, ihr schmutzige Worte ins Ohr flüsterte ...

Sie atmete tief durch. „Ja, gerne.“

Er nickte, als hätte er nichts anderes erwartet, und in seinen Mundwinkeln entdeckte sie ein feines, ironisches Lächeln. „Heute Abend noch? Oder sind wir artig und sittsam und schlafen eine Nacht darüber?“

Wir sind keine kleinen Kinder mehr, schien er damit sagen zu wollen, sondern zwei erwachsene Menschen, die mit ihren Bedürfnissen umgehen können, aber ich bin so freundlich und überlasse dir die Entscheidung. Kleines Mädchen oder Frau, die weiß, was sie will und dazu steht? Charlotte spürte ein zartes Vibrieren, das sich über ihren Körper ausbreitete.

Sie hob das Kinn. „Artig und sittsam hat noch nie zu mir gepasst.“

Sie fuhren zu ihm. Die Wohnung über dem Antiquitätengeschäft in Schmargendorf war dezent und teuer eingerichtet. Philipp bevorzugte ungewöhnliche Kombinationen aus Stahl und Holz, dazu dunkle Blau- und Grüntöne. Er servierte den Espresso auf der Terrasse, wo Charlotte in einem Korbsessel Platz genommen hatte. Sie tranken schweigend. Er ließ sie nicht aus den Augen, und genau in dem Moment, in dem Charlotte ein mulmiges Gefühl beschlich, lächelte er plötzlich.

„Erzähl mir von dir“, sagte er, wie selbstverständlich zum Du übergehend, und stellte seine Tasse ab.

„Ach, es gibt nicht viel zu erzählen“, erwiderte sie seltsam erleichtert. „Das Wichtigste weißt du schon.“

„Das kann ich mir nicht vorstellen – hast du denn gar keine Vergangenheit?“

Charlotte lachte. „Meinst du Ehen, Scheidungen, Kinder und so weiter? Nun, in der Hinsicht habe ich in der Tat keine Vergangenheit. Einige Freunde, Affären, ein bisschen Liebeskummer. Das war es auch schon.“

Er beugte sich zu ihr vor, legte die Hände auf ihre Knie. „Das ist mir alles viel zu unpersönlich. Sag mir, was du vom Leben, von der Liebe willst, was in dir vorgeht. Ich bin neugierig.“

Es wurde warm unter dem Druck seiner Hände, und sie roch sein Eau de Toilette. Charlotte spürte einen Anflug von Scham, als sie registrierte, dass sie feucht war und immer feuchter wurde und es leid war, irgendein Gespräch in Gang zu halten, nur um nicht allzu offensichtlich den Eindruck zu erwecken, worum es hier eigentlich ging. Seine Hände wanderten ein Stück nach oben. Blieben dort liegen. Mach weiter, dachte sie und sah auf seinen Adamsapfel, der sich beim Schlucken auf- und ab bewegte, in seine dunklen Augen, die sie mit einer seltsamen Mischung aus Amüsement und Neugierde abtasteten.

„Wirst du sehr laut?“ fragte er im Flüsterton.

„Bitte?“

Leises Lachen. „Du weißt genau, was ich meine – stöhnst du, schreist du sehr laut? Dann können wir nämlich nicht auf der Terrasse bleiben.“ Er stand abrupt auf, streckte ihr die Hand hin. „Komm.“

Sie kamen nicht bis zum Schlafzimmer. Im Flur zog er sie küssend und lachend auf den Fußboden, streifte ihr mit wenigen Handgriffen Jeans und Bluse ab, während sie mit zitternden Händen sein Hemd aufknöpfte und seine Gürtelschnalle öffnete. Er fuhr mit der Zunge an ihrem Hals, am Nacken entlang, lachte, als sie leise stöhnte, biss ihr ins Ohr, in die Schulter, fühlte nach ihrem feuchten Schoß und ihren steil aufgerichteten Brustwarzen. „Ausgehungert?“

„Ja, ziemlich.“

Er verlor keine Zeit, spreizte ihre Beine, kniete sich zwischen sie und sah sie wieder mit diesem lauernden Blick an. „Wie sehr ausgehungert?“

„Hör auf zu reden, tu es doch einfach!“, fauchte Charlotte plötzlich.

Mit einer Hand umklammerte sie seinen steifen Schwanz, aber Philipp griff nach ihren Händen und hielt sie fest. „Wie oft machst du so was – mit irgendeinem Typen mitgehen und dich durchficken lassen?“

Sie versuchte, sich seinem Griff zu entwinden und den auf eigenartige Weise mit höchster Erregung gepaarten Schreck zu verbergen. „Idiot, es ist das erste Mal. Und jetzt lass mich los! Es ist wohl besser, wenn ich gehe.“

Er lächelte, warf den Kopf zurück, lachte, fuhr sich mit der Zunge über die Unterlippe. Dann drang er in sie ein – schnell und tief.

Charlotte schnappte nach Luft. Philipp war kein sanfter, behutsamer Liebhaber, aber das hatte sie auch gar nicht erwartet. Er war heftig, kompromisslos, gierig, unermüdlich. Ein wenig brutal. Bis ganz nah an die Schmerzgrenze heran. Er zitterte, um seinen Höhepunkt zurückzuhalten und sie beobachten zu können. Charlotte krallte die Fingernägel in seine Pobacken und schrie auf, als sie kam.

Er half ihr hoch und trug sie nach nebenan ins Bett. Dort war er zärtlich, hingebungsvoll und bemerkenswert ausdauernd. Sie hatte noch nie mit einem Mann geschlafen, der so gekonnt ihre Möse geleckt und sie so aufreizend langsam und genussvoll gevögelt hatte wie Philipp. Aber er ließ nicht zu, dass sie die Regie übernahm. Das fand Charlotte sehr altmodisch, aber zugleich so faszinierend, dass sie keine ernsthaften Einwände erhob.

Als der Morgen graute, war sie wund und zutiefst erschöpft, aber immer noch hellwach. Seltsam unruhig. Philipp lag ausgestreckt neben ihr.

„Für mich auch“, sagte er leise.

„Was meinst du?“

„Ich habe das erste Mal auf diese Art und Weise eine Frau abgeschleppt.“

Charlotte richtete sich auf. „Das glaube ich nicht.“ Ein Typ wie er konnte doch jede haben, und er hatte nicht gerade den Eindruck erweckt, ein blutiger Anfänger zu sein.

Philipp zog sie wieder neben sich, küsste sie auf die Nasenspitze. „Das kannst du mir ruhig glauben. Natürlich habe ich Freundinnen und vergnüge mich hin und wieder.“ Er lächelte, legte die Hände auf ihre Brüste. „Aber mit dir ist es anders als sonst: Ich bin verliebt und bekomme gar nicht genug von dir.“

Er meint es ernst, dachte Charlotte und war erstaunt. Das geht ein bisschen schnell, überlegte sie. Er nahm eine Brustwarze in den Mund und saugte hingebungsvoll daran.

„Ich kann nicht mehr, Philipp“, flüsterte sie. „Und ich muss jetzt wirklich nach Hause.“

Sein Kopf fuhr hoch. „Nein.“ Ein rasches Lächeln. „So schnell kommst du mir nicht davon.“

„Philipp!“

Sein Lächeln wurde eine Spur zu starr, um noch als fröhlich durchgehen zu können. „Nein.“ Er drehte sie um. Seine Zähne gruben sich beinahe zärtlich in ihre Schulter. „Einmal noch von hinten. Dann wird geschlafen und morgen Mittag frühstücken wir zusammen. Wenn du willst, kannst du dann gehen.“

Ende des Ausschnitts aus dem Roman “Tessy und die Hörigkeit der Malerin” von Lara Wolf. Mit freundlicher Genehmigung des Verlags. Weiterlesen hier:

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Eine Folge aus dem erotischen Krimi "Tessy und die Hörigkeit der Malerin". Alle Folgen der Reihe:

Teil 1 Sex mit dem Duschkopf

Teil 2 “Geile Sachen habt ihr hier”

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Alle auf erotische-geschichte.biz erschienenen Folgen von Tessy und die Hörigkeit der Malerin:

Teil 1 - Sex mit dem Duschkopf

Teil 2 - “Geile Sachen habt ihr hier”

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