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Die 3. Folge des erotischen Krimis Tessy und das Geheimnis des Sexclubs:

Dunkle Schönheit mit weiblichen Rundungen

Das plötzliche Verschwinden oder auch Abtauchen ihrer fünfundzwanzigjährigen Tochter Rhea hatte die Eltern schwer mitgenommen. Als Tessy kaum zwei Stunden nach Dirks Aufbruch Annegret und Stefan Kossner in deren stilvoller Altbauwohnung in Wilmersdorf aufsuchte und ihnen in einem mit hellen Massivholzmöbeln und einer beeindruckenden Stuckdecke ausgestatteten Wohnzimmer gegenübersaß, zweifelte sie nicht einen Augenblick daran, dass das Ehepaar zutiefst verzweifelt war.

„Wir sind fassungslos“, hob Stefan Kossner an, kaum dass sie sich gesetzt hatten. „Rhea hat so was noch nie getan – mit einem schlichten Handygruß einfach spurlos verschwinden und für niemanden erreichbar sein. Wir sind davon überzeugt, dass etwas geschehen ist, aber wir können es nicht beweisen.“

Der Mittfünfziger hatte volles graumeliertes Haar und war sportlich schlank. Unter normalen Umständen kommt der Mann garantiert dynamisch, attraktiv und sympathisch rüber, dachte Tessy. Aber jetzt wirkte Kossner nervös und zermürbt. Tiefe Furchen hatten sich unter seinen Augen eingegraben. Er blickte von der Detektivin hinüber zu seiner Gattin, einer kleinen, ein wenig fülligen, aber auffällig gut geschminkten und modisch gekleideten Frau mit großen dunklen Augen und kastanienrotem Haar, die Tessy einige Jahre jünger einschätzte.

Annegret Kossner bemühte sich um Haltung. Sie nickte ihrem Mann zu und schlug ein Bein über das andere. „Nein, das ist einfach nicht ihre Art.“

Tessy lehnte sich in den Sessel zurück. „Wie lautet denn dieser schlichte Gruß?“

Stefan Kossner war gut vorbereitet. Er öffnete einen auf dem Tisch bereitliegenden Hefter und zog einen Zettel heraus, um ihn Tessy zu reichen.

„Sie hat uns und ihrem Freund Paul, mit dem sie einige Tage zuvor einen Streit hatte, diese SMS geschickt – mit absolut identischem Wortlaut“, erklärte er.

Tessy beugte sich über das Blatt. ‚Ich brauche eine Auszeit’, las sie stumm. ‚Muss über Paul und mich nachdenken und über das, was wichtig in meinem Leben ist. Lasst mir bitte Zeit. Rhea.’

Tessy las den Text mehrmals und blickte schließlich wieder hoch. „Sie hat genau diese Worte auch ihrem Freund Paul geschickt?“

„Ja“, antwortete Annegret Kossner. „Die Nachrichten wurden auch zum gleichen Zeitpunkt abgeschickt.“

Tessy runzelte die Stirn. „Sie hat sich also noch nicht mal die Mühe gemacht, ihren Freund persönlich anzusprechen?“

Stefan Kossner nickte eifrig. „Ja, merkwürdig, nicht wahr? So viel Zeit würde man sich doch nehmen, die Mitteilung entsprechend umzuformulieren.“

Allerdings, dachte Tessy. Es sei denn, die beiden hätten sich richtig derbe in der Wolle gehabt und Rhea wäre es schnurzegal gewesen, wie Paul ihre SMS auffasste.

„Worum ging es denn bei diesem Streit?“, hakte sie nach.

„Rhea hat uns keine Einzelheiten erzählt“, erwiderte die Mutter. „In der Beziehung hat es hin und wieder mal gekracht – wie in fast jeder anderen auch. Das ist wohl nicht ungewöhnlich.“ Sie zog kurz die Schultern hoch. „Wir vermuten, dass die Auseinandersetzung mit Pauls Wunsch zusammenhing, in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen.“

„Haben die beiden schon immer getrennt gewohnt?“

Stefan nickte. „Ja. Rhea wollte zunächst ihr Studium beenden – sie studiert Mediendesign an der Hochschule der populären Künste – und so lange alleine wohnen. Paul hat inzwischen einen guten Job als Chemiker und ist der Meinung, dass man nach zwei Jahren Beziehung ruhig anfangen könnte, Nägel mit Köpfen zu machen: zusammenziehen, heiraten, später dann Kinder.“

Tessy stöhnte innerlich auf. Dass Rhea ganz offensichtlich eigene Vorstellungen von der Lebensplanung hatte, konnte Tessy gut nachvollziehen, und es machte ihr die junge Frau auf Anhieb sympathisch.

„Ich entnehme Ihren Worten, dass dieses Thema ein grundsätzlicher Konflikt zwischen den beiden war.“

„Ja, seit ungefähr einem halben Jahr diskutieren sie häufig darüber“, stimmte Stefan zu.

„Diskutieren oder streiten?“

„Gute Frage. Ich schätze – beides. Paul ist enttäuscht, dass Rhea sich Zeit lassen will.“

„Hm. Und sonst? Haben Sie den Eindruck, dass die beiden ein harmonisches Paar sind?“

„Unbedingt“, erwiderte Annegret sofort. „Bei ihnen stimmt eigentlich alles. Sie haben gemeinsame Interessen und Freunde, lassen sich aber auch Freiräume …“

Vielleicht definieren sie den Begriff ‚Freiräume’ inzwischen unterschiedlich, dachte Tessy. Sie war ziemlich gespannt, wie Paul die Situation beschreiben würde.

„Was schätzen Sie – wird Paul bereit sein, mit mir zu reden?“, wandte sie sich an Stefan Kossner.

„Und ob!“, meinte der prompt. „Auch er ist unbedingt dafür, private Ermittlungen aufzunehmen, und ich habe ihn bereits darüber informiert, dass wir mit Ihnen sprechen. Wenn er Zeit gehabt hätte, wäre er gleich dazu gekommen. Aber er musste in den Job.“

„Kann ich ihn dort erreichen?“

„Natürlich.“

„Gut, dann lassen Sie uns zunächst das Vertragliche regeln, damit ich sofort loslegen kann.“

Die Kossners unterzeichneten ohne jegliches Zögern den Recherche-Auftrag, den Tessy ihnen vorlegte. Anschließend notierte sie sich die Firmen- und Handynummer von Paul Mihl sowie die Kontaktdaten von Rheas älterem Bruder Jakob und der besten Freundin Larissa. Sie brach auf, nachdem die Kossners ihr ein Foto der Tochter zur Verfügung gestellt hatten.

Sie ist eine echte Schönheit, stellte Tessy beeindruckt fest: lange dunkle Haare, große braune Augen, schlank, aber mit überaus weiblichen Rundungen gesegnet. Der würde ich auch hinterher gucken, dachte sie. Und vielleicht sogar laut pfeifen.

Rheas Vater wollte gerade die Wohnungstür schließen, als Tessy noch etwas einfiel. „Eine Frage noch, Herr Kossner. Unter Umständen und insbesondere falls ich bei meinen Befragungen keine neuen Anhaltspunkte finde, wäre es aufschlussreich, wenn ich mich in der Wohnung Ihrer Tochter umsehen könnte. Wären Sie damit einverstanden?“

Stefan Kossner zögerte nur kurz. „Wir waren zwar auch schon dort und haben nichts gefunden, genau wie die Polizei, aber … Ach, ja, klar. Wenn es hilft. Vielleicht haben Sie den besseren Blick. Ihre Freundin Larissa bewahrt den Ersatzschlüssel auf.“

„Paul nicht?“, fragte Tessy erstaunt.

„Soweit ich weiß, nicht. Wissen Sie, Larissa wohnt nur zwei Straßen von Rhea entfernt, und die beiden haben sich bereits vor Jahren gegenseitig die Schlüssel hinterlegt – für den Notfall und um in der Urlaubszeit nach dem Rechten zu sehen.“

„Ach so. Gut, danke.“

Tessy verließ das Haus und ließ sich auf der Straße einen Moment das Gesicht von der Sonne wärmen, bevor sie sich in ihren Wagen setzte und Termine mit Paul, Larissa und Jakob vereinbarte, die alle noch heute Zeit hatten oder bereit waren, sie sich zu nehmen. Sie hätte eine Wette darauf abgeschlossen, dass die Beziehung von Rhea und Paul alles andere als durchweg harmonisch war. Voreilige Rückschlüsse zu ziehen, kann aber fatal sein, weil es den Fokus unnötig verengt, mahnte sie sich fast im gleichen Augenblick und startete den Motor.

Paul hatte ihr ein Bistro in der Nähe seines Arbeitgebers in der Kantstraße vorgeschlagen, wo er häufig einen Mittagsimbiss zu sich nahm. Gute Idee, dachte Tessy, deren Magen vernehmlich knurrte.

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Eine Folge aus dem erotischen Krimi "Tessy und das Geheimnis des Sexclubs". Alle Folgen der Reihe:

Teil 1 Das gefesselte Mädchen

Teil 2 Das verschwundene Mädchen

Teil 4 Die letzte SMS der schönen Rhea

Teil 5 Larissa und der geheimnisvolle Club

Teil 6 Perverse Spiele hinter der Tanzfläche

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Tessy und das Geheimnis des Sexclubs

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Tessy in ihren aufregendsten Fall: Tessy und das Geheimnis des Sexclubs heißt der Krimi von Lara Wolf. Es ist die bisher wildeste Tessy - mehr Sex, mehr Crime, mehr Geheimnis. Tessy entführt uns in das Berliner Nachtleben. Die schöne Rhea ist verschwunden. Spielt der Besitzer des Nachtclubs falsch, in dem Rhea beschäftigt war? Tessy ermittelt im Auftrag von Rheas Eltern.

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Als eBook für den Amazon Kindle:

Tessy und das Geheimnis des Sexclubs
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Alle auf erotische-geschichte.biz erschienenen Folgen von Tessy und das Geheimnis des Sexclubs:

Teil 1 - Das gefesselte Mädchen

Teil 2 - Das verschwundene Mädchen

Teil 4 - Die letzte SMS der schönen Rhea

Teil 5 - Larissa und der geheimnisvolle Club

Teil 6 - Perverse Spiele hinter der Tanzfläche

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