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Teil 3 - Im Angesicht des Todes

"Gift?" Moto klang ganz erstickt. Er fragte: "Wo liegt er?" Ich sagte es ihm. Moto warf den Ziegenkopf in einen der Container und schlüpfte aus dem Overall: "Ich muss ihn besuchen!" - "Vielleicht wird er sterben", schluchzte ich. "Der Arzt meint, ich solle damit rechnen." Ich war froh, jemanden getroffen zu haben, der Kai kannte. Moto sagte entschlossen: "Niemals, das kann nicht sein!" Er drehte sich nach allen Seiten um und schaute auch nach oben. Dahin, wo im ersten Stock das einzige Fenster in die deprimierende Blechfassade des Zweckbaus geschnitten war. Unbeweglich stand dort eine Männergestalt und schaute herab zu uns.

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Vor 18 Monaten lernte Ariane Aran am Strand von Scharbeutz eine Frau kennen, die allein im Strandkorb saß und auf die Ostsee blickte. Sie freundeten sich an. Aber erst ein halbes Jahr später - bei einem Wiedersehen in Berlin - erzählte die Urlaubsbekanntschaft die tragischen Tatsachen, welche die Grundlage dieses Berichts bilden.

“Wir verlassen besser die Abdeckerei”, meinte Moto.

Als wir auf die Bundesstraße 1 bogen, wurde die Luft besser.

“Sie müssen es doch erfahren.”

Ich fuhr schneller als erlaubt, ich wollte zu Kai ins Krankenhaus.

“Ich habe Kai immer gesagt, er solle es ihnen sagen.”

“Was sagen?”

“Wir zwei sind zusammen.”

Ich verstand nicht gleich.

“Kai und ich. Wir sind zusammen.”

Mir zog sich das Herz zusammen. Es war unverschämt, was er da sagte. “Das glaube ich nicht.” Es war unmöglich! Ich dachte an Kai, den ich liebte – und vielleicht zu wenig kannte? Machte Liebe blind?

“Mein Boss entdeckte uns und verlangte Geld von Kai. Sonst würde er Ihnen davon erzählen, dass Kai und ich zusammen waren.”

Mir schwindelte und ich fuhr auf den Seitenstreifen: “Sie wollen wirklich behaupten, Kai wäre schwul? “

“Nein, nein”, wiegelte Moto ab.

“Aha”, schnaufte ich, beide Hände am Lenkrad, Blick geradeaus durch die Scheibe.

“Er ist beides.” Moto legte seine Finger an die Schläfen. “Er liebt Sie – und mich.”

Ich ohrfeigte ihn. Er war so überrascht, dass er sich zunächst nicht bewegte. Dann stieg er hastig aus, streckte sich und hielt sich die Wange. Ich kam herum zu ihm. Als er weiter sprach, wich er meinem Blick aus. “Ich habe es verdient. Wir waren nicht vorsichtig genug. Und Kai wusste, dass Sie ihm nicht verzeihen würden. Deswegen hat er Geld an meinen Boss gezahlt.”

Ich schlug ihn erneut. Er versuchte nicht, seine Wange zu schützen. Stattdessen sah er mich an: “Hätten Sie ihm verziehen?”

“Niemals”, schrie ich und schlug so heftig zu, dass der kleine Mann gegen den staubigen Kotflügel stolperte.

* * *

“Lieben sie ihn?”, fragte der Arzt.

“Ich weiß es nicht”

“Sie lieben ihn.”

“Ja?”

“Sagen sie es ihm.”

“Aber er kann es nicht hören.” Ich schaute aus dem Bürofenster hinaus in das Flirren des Sommers. “Oder?”

“Er fühlt es.” Der Arzt beugte sich vor. “Verzeihen sie ihm.

“Was sollte ich verzeihen?”

“Gibt es nichts zu verzeihen?”

“Vielleicht.”

“Es könnte die letzte Möglichkeit sein.” Er schob mir einen Laborbericht herüber. “Er hat Opiumderivate in letaler Dosis im Blut.”

“Wird er sterben?” Ich war gefasst in dem Moment, aber die Panik lauerte.

“Ich weiß es nicht.” Der Arzt traute sich nicht, die Wahrheit auszusprechen. Die Panik sprang hervor, ich stürzte aus dem Büro: Ich musste zu Kai!

Regungslos lag mein Mann im Intensivbett, in Nase und Venen steckten Schläuche. Der Arzt hatte gesagt, Kai wäre aus dem Koma erwacht. Woran sollte ich das erkennen? Seine Augen waren geschlossen, der Brustkorb hob sich kaum wahrnehmbar. Ich beugte mich über ihn.

“Du wurdest erpresst. Du hast dich vergiftet. Du glaubtest, ich würde dir nicht verzeihen.” Ich weinte hemmungslos. “Und du hattest recht.” Ich ging ganz dicht an sein Ohr. Es musste ihn kitzeln, er liebte das ... “Aber, Kai, hörst du mich? –Ich verzeihe dir. Ich verzeihe dir alles”, flüsterte ich.

Er öffnete die Augen.

“Kai!”, meinte ich atemlos. “Du musst wieder zu mir zurück kommen. Versprich es mir.”

Da wurde sein Blick starr. Mir setzte das Herz aus. “Schwester, er stirbt!”, kreischte ich. Hinter mir stand der Arzt, ich hatte sein Kommen nicht bemerkt.

“Er ist tot”, kreischte ich, und der Arzt blickte auf das Diagramm des Monitors. Ich barg Kais rechte Hand in meiner zitternden Faust.

“Können Sie nichts machen, Herr Doktor? Machen Sie was! Geben sie mir Hoffnung!”, schluchzte ich.

“Die stirbt nie.”

Da drückte Kai meine Fingerspitzen. Ich warf mich auf ihn und küsste seine kalten Lippen.

Ende

 


Der Text wurde von Ariane Aran geschrieben.

"Ich bin Filmemacherin und Autorin. Da ich immer wieder danach gefragt werde, hier gleich die Antwort: Ja, ich mache auch erotische Filme. Dabei lerne ich interessante und ehrliche Menschen kennen, die mit beiden Beinen im Leben stehen. Sie verstehen etwas von der Liebe und vom Sex. Wirklich nicht die schlechtesten Voraussetzungen, um in diesem Leben glücklich zu werden." Ariane Arans hat zusammen mit Elektra Flagellante mehrere eBooks geschrieben. Zum Beispiel: Deine Wünsche werden wahr ... (Heftige erotische Geschichten 1)

Erschienen am 05.3.2018 | zurück zur Startseite


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Eine Folge aus der Reihe "Verzeih mir, Kai!". Alle erotischen Geschichten der Reihe:

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