Teil 2 - Die große Liebesschule
"Viele Männer wundern sich, warum es nach dem ersten Rendezvous mit einer neuen Bekannten kein zweites gibt", sagt Petra Wörn (32). "Oft liegt es daran, dass sie einen entscheidenden Fehler begehen – sie betteln regelrecht um Liebe. Und was sie für erotisch halten, bewirkt das Gegenteil. Es törnt Frauen ab." Die rassige Deutsch-Ägypterin muss es wissen. Seit einigen Jahren betreibt sie eine Liebesschule im Norden von Hamburg. Und die Liebesbettler klassifiziert Petra Wörn in sechs Typen:
Der Mitleidstyp versucht, eine Partnerin ins Bett zu bekommen, indem er ihr erzählt, wie lange er ohne Sex auskommen musste. Etwa, weil er in Scheidung lebt oder seine Ehefrau gerade entbunden hat. Bei jemandem, der einen natürlichen Spaß am Liebesspiel hat, wird er mit dieser Masche nicht landen können.
Der Leidende schiebt er nicht äußere Umstände vor, sondern macht seine Partnerin zur Sadistin. Durch Sprüche wie: “Deine Stimme, deine Gesten, jeder Blick von dir erregt mich so sehr, dass ich es kaum aushalten kann, und du lässt mich so leiden.” Keine Frau mag gern als kalt hingestellt werden, nur weil sie nicht schon nach dem dritten Tanz mit einem Mann ins Bett geht.
Der Potenzprahler wirkt auf Frauen eher abschreckend
Der Opfernde erwartet Sex als Dank dafür, dass er Zeit und Geld für ein Essen oder ein paar Drinks investiert. Da kann er seiner Partnerin auch direkt sagen, dass er sie für ein billiges Flittchen hält. Der Erfolg ist der gleiche.
Der unglücklich Verheiratete zieht seine Ehefrau in den Dreck: “Eine Schlampe – langweilig, alt, dick und dumm”. Es ist eine Frage der Zeit, bis er dasselbe über seine neue Eroberung sagt. Deshalb wird sie ihm nur eins glauben – dass seine Ehefrau dumm ist. Sonst hätte sie ihn nicht geheiratet.
Der Potenzprahler wirkt auf Frauen eher abschreckend als anziehend. Wenn er ihr erklärt, dass er es jede Nacht dreimal braucht, könnte er ihr ebenso gut sagen, dass er sich an ihr bloß abreagieren will.
Der Erpresser zwingt eine Partnerin aufgrund seiner gesellschaftlichen oder beruflichen Stellung ins Bett. Für sein Opfer ist das ebenso widerwärtig wie eine Vergewaltigung. Dieser Typ sollte sich lieber eine Gummipuppe kaufen. Die kann er wenigstens nicht kränken.
“Der perfekte Liebhaber hat alle diese Methoden nicht nötig”, sagt Petra Wörn. “Er ist selbstsicher, kennt seine Schwächen und weiß, wie er seine Stärken vorteilhaft ins Licht setzt. Wer um seiner selbst willen geliebt werden will, kommt nur mit Natürlichkeit ans Ziel.”
Mit Petra Wörn sprach Tobias Nolte. Nächstes Wochenende dritter Teil.

Tobias Nolte schrieb obige erotische Geschichte. - Der begeisterte Regatta-Segler ist 47 Jahre alt und schreibt seit seinem 14. Lebensjahr. Zwölf Jahre war er Reporter bei verschiedenen Lokalzeitungen in Deutschland und Dänemark. Nolte lebt heute abwechselnd in Kopenhagen und Amsterdam.
Eine Folge aus der Reihe "Die große Liebesschule". Alle erotischen Geschichten der Reihe:
Kommentare zu der obigen erotischen Geschichte
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