Teil 2 - Beachboy
„Nein, kein Problem. Wo kann ich mich umziehen?“ Adnans Lächeln wird noch eine Spur breiter. Ja, okay, Du hast gewonnen, Adnan. „Die Kabine ist gleich rechts hinter dem Büro und wo die Neoprenanzüge hängen, habe ich Dir ja gerade gezeigt. Falls Du es Dir gemerkt haben solltest…“ Für wie blöd hält der mich? „Danke, dafür reicht es gerade noch. Ich habe meine eigenen Segelsachen dabei. Wenn Du noch einen Moment warten kannst, dann hole ich sie schnell von meiner Liege.“
„Auf Dich warte ich gern, Manu.“ Während ich zu meiner Strandliege gehe, fühle ich die ganze Zeit seinen Blick in meinem Rücken. 30 Grad und mich überläuft eine Gänsehaut.
Helmut und ich haben uns beim Segeln kennen gelernt. Seit ich denken kann, bewege ich mich auf Booten. In Travemünde liegt unsere kleine Yacht. Im Urlaub segeln wir Strandkatamarane. Geschwindigkeitsrausch und Adrenalin pur.
Als ich die Tür der Umkleidekabine öffne, pralle ich gegen Adnan, stolpere in seine Arme. Einen kurzen Moment glaube ich, er zöge mich absichtlich näher zu sich heran. „Habe ich Dich erschreckt?“ Er betrachtet mich ungeniert von oben bis unten. Seine Augen ziehen mich aus. „Bei Allah, so etwas trägst Du beim Segeln, Manu? Wie soll ich da aufpassen, ob Du alles richtig machst?“ Zum ersten Mal wird mir bewusst, wie eng anliegend und durchsichtig mein Surf-Shirt eigentlich ist. Der kühle Wind lässt meine Brustwarzen steif werden. Der kühle Wind? Adnans Blick entgeht nichts. Seine Augen scheinen noch eine Spur dunkler zu werden. Schnell streife ich mir eine Sicherheitsweste über.
Hoffentlich ist Helmut inzwischen da. Nein, natürlich nicht! „Komm, Manu, wir machen das Boot klar!“ Ich folge Adnan durch den tiefen, weichen Sand. Mein Gott, was für ein begnadeter Körper! Adnan ist bestimmt 1.90 m groß. Sein dünnes, weißes Surf-Shirt sitzt wie angegossen. Kein Gramm Fett verdeckt seine Muskeln. Olivenfarbene, samtene Haut. Nur mühsam beherrsche ich meinen Wunsch, sie zu berühren. Der Wind spielt mit Adnans schulterlangen, blauschwarzen Haaren und legt ihm die Boardshorts eng um seine Schenkel. Er beugt sich weit über die Kufe. Schierer Wahnsinn, dieser Po. Manuela, hör endlich auf damit! herrsche ich mich an. Konzentriere Dich auf das Segeln. Vor meinem geistigen Auge sehe ich ihn nackt. Meine feuchte Zunge gleitet ganz langsam zwischen seine harten Pobacken… „Manu, rollst Du bitte die Fock aus!? Maanuu? Allah, wie schaust Du mich an?“ Ich nestele hektisch an der Leine herum und murmele ärgerlich „Wie soll ich Dich schon anschauen?“ „Vergiss es einfach!“ Verdammt, er hat mich gehört! Seine Stimme wird plötzlich scharf. „Ich übernehme zuerst das Steuer. Geh an die Kufenspitze! Du springst auf, wenn ich es Dir sage!“ Seit wann lasse ich mir Befehle erteilen? Ich funkele ihn wütend an: „Was ich wann mache, entscheide noch immer ich!“
Ohne seine Antwort abzuwarten, schiebe ich den Katamaran ins Wasser. Hinter mir springt Adnan auf das Boot. „Komm rauf, Manu!“ Bereits bis zum Bauchnabel im Wasser stehend, schaffe ich es im allerletzten Augenblick, mich auf das Netz zwischen den Kufen zu ziehen, bevor Adnan ohne mich lossegelt. Mit gebührendem Abstand setze ich mich neben ihn.
„So, Manu, jetzt bist Du dran! Dann zeig mir mal, wie gut Du segeln kannst.“ Um ans Steuer zu gelangen, muss ich mit ihm den Platz tauschen. Dazu ist es eigentlich üblich, dass der Steuermann den Katamaran anhält. Adnan segelt unbeeindruckt weiter. „Was ist los mit Dir? Willst Du nicht ans Steuer?“ „Könntest Du vielleicht liebenswerter Weise die Fahrt aus dem Kat nehmen?“ „Nein, wozu?“ „Damit wir die Plätze tauschen können.“ „Hast Du es etwa noch nie während der Fahrt gemacht?“ Unverschämtes Grinsen. „Nein!“ „Dann lernst Du es jetzt. Komm her, Manu!“ Noch während ich mich abmühe, über ihn hinweg zu krabbeln, stellt er den Katamaran schräg auf eine Kufe. Ich verliere den Halt, drohe vom Boot zu rutschen und halte mich instinktiv an ihm fest. Tiefes Lachen ertönt über meinem Kopf. Was für eine peinliche Situation! Meine Arme um seine Hüften geschlungen, mein Gesicht in seinem Schoß versunken! Durch den dünnen Stoff seiner Shorts fühle ich ihn hart werden. Direkt unter meinem Mund. Das Blut schießt mir gleichzeitig in die Wangen und in den Schritt. Das Ganze ist unglaublich peinlich - und unbeschreiblich geil!
Fortsetzung folgt
Der große Geschichtenwettbewerbs von erotische-geschichten.biz
Drei junge Erotik-Autorinnen stellten hier Ausschnitte ihrer Geschichten vor: Die Leser von erotische-geschichten.biz wählten die beste Geschichte, die sie ganz lesen möchten. - "Beachboy" von Dr. Rita Blumenberg-Buhr hat mit weitem Abstand (43 % der Stimmen) gewonnen.
Beim Autorenwettbewerb von erotische-geschichten.biz erreichte Ariane Aran den zweiten Platz (33 % der Stimmen) mit der Beichte des Perversen, einer erregenden Schilderung sexueller Obsessionen.
Katharina BiBelle wurde mit ihrer Geschichte Der Retter auf den dritten Platz gewählt (24 % der Stimmen). Sie erzählt, wie die Heldin in der Nacht einen Einbrecher überrascht - der zugleich Liebhaber ihrer Tochter ist ...
Eine Folge aus der Reihe "Der große Liebesroman". Alle erotischen Geschichten der Reihe:
Kommentare zu der obigen erotischen Geschichte
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Commenting is not available in this weblog entry.Erotik auf die Ohren: Aufregendes Hörbuch
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