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Teil 10 - Katja: “Ich habe ihn nach allen Regeln der Kunst verführt”

Seine Küsse schmeckten nach Cola und Kaugummi. Aber nicht unangenehm. Thomas war ein echtes Naturtalent im Küssen. Fordernd bohrte sich seine Zunge durch meine halb geöffneten Lippen, spielte mit meiner. Mal in kreisenden Bewegungen, mal in wildem Auf und Ab. Dabei schlugen unsere Zähne aufeinander. Am Druck seines Mundes spürte ich, wie scharf Thomas auf mich war.

Dann wanderten seine Lippen an meinem Hals hinab zur Schulter, und ein wohliges Kribbeln lief mir den Rücken runter. Während eine Hand meinen Nacken streichelte, nestelte die andere an den Knöpfen meiner Bluse.

Sie glitt unter den Stoff und fand zielstrebig den Weg zu meinem Busen. Ein herrliches Gefühl durchströmte meinen Körper. Mir wurde ganz flau in den Knien, und ich ließ mich nach hinten fallen. Zack - da ging das Drei-Minuten-Licht an. Ich hatte mich im Treppenhaus gegen den Schalter gelehnt.

Thomas und ich mussten lachen. Unsere schöne romantische Stimmung war natürlich dahin.

So konnte es nicht weitergehen. Thomas und ich waren beide 18. Wir gingen seit fast einem halben Jahr miteinander und mochten uns sehr. Das dauernde Fummeln im Treppenhaus oder im Kino war ja ganz schön.

Aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass wir aus diesem Stadium nun raus waren. Ich wollte endlich “aufs Ganze” gehen. Das Dumme war bloß, wann und wo? Wir hatten, seit wir uns kannten, kaum eine Chance, irgendwo ungestört zusammen zu sein - bei ihm zuhause nicht und bei mir auch nicht. Hinzu kam: Thomas war so unglaublich schüchtern. Mir wurde allmählich klar: Ich musste die Sache in die Hand nehmen.

Da hatte ich eine Idee. Meine Tante Regina fuhr mit ihrer Familie in den Urlaub. Ich fragte sie, ob ich in diesen drei Wochen ihre Blumen begießen sollte. Regina fand den Vorschlag unheimlich nett von mir, und ich bekam ihren Wohnungsschlüssel. Das war die Gelegenheit! Immer wieder malte ich mir aus, wie es sein würde, wenn mich Thomas zur Frau machen würde. Ich stellte es mir ganz toll vor, aber ich hatte auch ein etwas mulmiges Gefühl dabei im Bauch.

Samstagnachmittag holte mich Thomas zuhause ab. Er wunderte sich, dass ich meinen Rucksack mitnahm. Er wusste ja nicht, was drin war - zwei neue Zahnbürsten, mein schönstes Nachthemd, eine Flasche Sekt und ein paar Päckchen Präservative. Mann - das hatte mich vielleicht Überwindung gekostet, die Dinger in der Drogerie zu kaufen. An der Kasse bin ich vor Verlegenheit ganz rot angelaufen.

In Reginas Wohnung machte ich uns Musik an, goss die Blumen. Dann habe ich meinen Thomas nach allen Regeln der Kunst verführt. Zuerst fragte ich ihn: “Hast du Lust zu baden?” - “Ja, meinst du?” Er war unsicher. Ich sagte: “Ist schon in Ordnung.” Während die Wanne voll lief, zogen wir uns gegenseitig aus. Zum ersten Mal sahen wir uns in voller Nacktheit. Ich hatte die Befürchtung gehabt, Thomas würde mich nicht schön genug finden.

Aber sein hartes Glied an meinem Bauch belehrte mich eines Besseren. Nach einer halben Stunde Badespaß zog ich Thomas in Reginas Ehebett. Wir kuschelten so zärtlich wie nie zuvor.

Dann kam der Augenblick, vor dem ich einen mordsmäßigen Schiss hatte. Ich versuchte, Thomas eines dieser Kondome über zu streifen. Es wurde, wie ich befürchtete, ein kleines Drama. Der erste flutschte gleich wieder ab. Der zweite verabschiedete sich, als Thomas in mich eindringen wollte. Mit dem dritten klappte es endlich.

Schon im nächsten Moment war ich keine Jungfrau mehr.

Ehrlich gesagt - es tat kurze Zeit verflucht weh. Ich konnte einen kleinen, spitzen Schrei nicht ganz unterdrücken. Und zwei weitere Minuten später war dann sowieso alles gelaufen. Thomas kam zum Orgasmus. Schnell. Viel zu schnell für mich. Das war uns beiden klar. Sein Gesicht drückte ein einziges, großes Sorry aus.

Deshalb beruhigte ich ihn. “Mach’ dir nichts draus”, sagte ich. “Das wird schon. Wir sind eben beide noch völlig unerfahren. Aber wir haben doch Zeit. Die ganze Nacht, morgen, und immer wieder.”

Was mir in dem Augenblick viel größere Sorgen machte, war, wie ich Reginas Bettwäsche wieder sauber kriegte. Aber das funktionierte prima. So wie der Sex zwischen Thomas und mir heute. Denn wir sind immer noch zusammen. Und glücklich.

Ende der Serie

"Das erste Mal": Wir veröffentlichen Geschichten unserer Leser

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zurück zu den erotischen Geschichten im Überblick | Erschienen am 08.4.2008
Eine Folge aus der Reihe "Das erste Mal". Alle erotischen Geschichten der Reihe:
Teil 01 - Ralf: “Im Auto machten wir zum ersten Mal richtigen Sex”
Teil 02 - Conny und der Nachbarsjunge
Teil 03 - Liebe nach Fahrplan
Teil 04 - Roswitha: “Mein Nachhilfe-Lehrer hatte nicht nur Mathe drauf”
Teil 05 - Bernd: “Sie weihte mich in die Geheimnisse der Liebe ein”
Teil 06 - “Die Freundin meiner Mutter entjungferte mich”
Teil 07 - Flecken im Laken
Teil 08 - “Mein Vater schickte mich zu einer Nutte”
Teil 09 - “Endlich erlebten wir, wonach wir uns gesehnt hatten”
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