Erotische Geschichten

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Teil 1 - Die große Liebesschule

Männer träumen von einer Frau, die so toll aussieht wie Claudia Schiffer, aufgeschlossen ist wie eine Französin, treu wie eine Haremsdame und die Kunst der Liebe beherrscht wie eine Geisha. "Solche Traumfrauen gibt es, sehr zahlreich sogar. Und viele von ihnen warten nur darauf, erobert zu werden. Ob es klappt, liegt allein an dem Mann", sagt Petra Wörn (32).

liebesschule

Liebeslehrerin Petra Wörn hält seit Jahren erfolgreich Seminare über Beziehungsthemen ab.

Die rassige Dunkelhaarige - ihr Vater ist Ägypter, die Mutter Deutsche - muss es wissen. Seit einigen Jahren betreibt sie in ihrem Haus im Norden Hamburgs erfolgreich eine Liebesschule für Männer und Frauen. Die Summe der Erfahrungen aus ihrem eigenen Leben und aus den Gesprächen in ihren Seminaren hat Petra Wörn in einigen Broschüren veröffentlicht, die in Beziehungsseminaren reißenden Absatz finden.

Top oder Flop - die erste Klippe auf dem Weg zur Zweisamkeit ist die Kontaktaufnahme. “Sind wir uns nicht schon mal begegnet?” oder “Können Sie mir sagen, wie spät es ist?” – solche Gesprächs-Eröffnungen sind an Abgedroschenheit kaum zu überbieten, rufen bei jeder Angesprochenen nur ein müdes Gähnen hervor. “Ein Patent-Muster für jede Situation gibt es natürlich nicht”, sagt die Hamburger Liebeslehrerin, “aber ein paar grundsätzliche Anregungen: so natürlich und selbstsicher wie möglich sein, gern ein wenig originell, aber nicht krampfhaft witzig, lieber höflich und charmant als vorlaut und anmaßend.”

Ist der Kontakt hergestellt, kann der nächste Schritt folgen: die Einladung zu einem Rendezvous. Aber bitte ein wenig sensibel! “Frauen schätzen es überhaupt nicht, bedrängt zu werden”, erklärt Petra Wörn. Sie empfiehlt zwei offene, aber taktvolle Fragen: “Haben Sie heute Abend schon etwas vor?” Wird sie verneint - die zweite: “Darf ich Sie einladen?” Petra Wörn: “Auf diese Weise hat eine Frau doppelt Gelegenheit, sich mit einer Ausrede aus der Affäre zu ziehen.”

Wichtig: das richtige Timing eines Treffens. Viele Frauen begeistern sich für schnelle Autos, nur die wenigsten jedoch für schnelle Männer. Eine Verabredung sollte nie zu kurzfristig getroffen werden. Die Hamburger Sexualberaterin: “Frauen wollen sich auf ein Rendezvous freuen und darauf vorbereiten – zum Beispiel etwas anderes anziehen, duschen, sich die Nägel lackieren.”

Jede Frau sendet bestimmte Signale aus

Bei einer Einladung zum Essen erfordert die Wahl des Lokals etwas Fingerspitzengefühl. Eine Dame wird sich bei Mac Donalds ebenso deplaziert fühlen wie ein Jeans-Mädchen in einem Sterne-Restaurant. Ein Nobel-Schuppen wirkt großkotzig, eine Spelunke geringschätzig. Optimal beim ersten Treffen ist ein Mittelklasse-Restaurant mit einer Karte für jeden Geschmack – vom Süppchen bis zur kleinen, feinen Schweinerei.

Während des Rendezvous vermasseln viele Kavaliere ihre Chancen, weil sie nur eines im Kopf haben - das Bett. Petra Wörn: “Die zippeln und zappeln, klammern und schwitzen. Frauen merken ganz genau, wenn Männer auf überfüllten Hoden herumsitzen. Und sie finden das abstoßend. Diese Typen sollten vor dem Treffen lieber kurz auf die Toilette gehen und sich selbstbefriedigen. Dann gehen sie viel relaxter an die Sache ran. Und mit wesentlich besseren Aussichten auf Erfolg.”

Zu dir, zu mir oder jeder zu sich nach Haus - eine Frage, vor der mancher Mann mächtig Schiss hat. “Oftmals erübrigt sie sich”, meint Petra Wörn. “Denn jede Frau sendet bestimmte Signale aus. Bei einem Essen sind sie ganz einfach zu deuten. Isst eine Frau etwas Leichtes, will sie gut drauf bleiben. Stopft sie aber Kassler und Kohl in sich rein, sind die Aussichten auf ein Abenteuer trübe. Ein voller Bauch liebt nicht gern. Das gleiche gilt für die Getränke. Ein kleiner Schwips macht munter. Zuviel Alkohol hingegen bietet einen Vorwand, keinen Sex zu wollen.”

Im Zweifelsfall rät die Sexual-Expertin, das Thema, ob ja oder nein, bei passender Gelegenheit zu klären. Und nicht erst beim Abschied im Treppenhaus. “Dann weiß jeder frühzeitig, woran er ist”, sagt Petra Wörn. “Und beide können den gemeinsamen Abend viel lockerer miteinander genießen.”

Ein guter Liebhaber ist immer - besonders nach einem Rendezvous - auf eine lange Nacht vorbereitet. Auch in Sachen Hygiene. “Das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein,” schreibt die Autorin in einer ihrer Veröffentlichungen, “ist es aber leider nicht. In meinen Sprechstunden haben mir schon oft Frauen erzählt: Ich bin richtig scharf auf meinen Partner und würde ihm gern jeden Wunsch erfüllen. Er möchte, dass ich ihn oral befriedige, aber ich ekele mich vor seinem Penis - der stinkt.”

Apropos Wünsche. Woran erkennt denn ein Mann, was seiner neuen Freundin im Bett Spaß macht? “Ganz einfach”, meint Petra Wörn. “Sie mag genau das, was sie selbst tut. Beißt sie ihm zärtlich ins Ohr, möchte sie auch am Ohr gereizt werden. Nimmt sie sein Glied in den Mund, hat auch sie Verlangen nach intimen Küssen.”

Mit Petra Wörn sprach Tobias Nolte. Am Wochenende zweiter Teil.

Tobias Nolte schrieb obige erotische Geschichte. - Der begeisterte Regatta-Segler ist 47 Jahre alt und schreibt seit seinem 14. Lebensjahr. Zwölf Jahre war er Reporter bei verschiedenen Lokalzeitungen in Deutschland und Dänemark. Nolte lebt heute abwechselnd in Kopenhagen und Amsterdam.

zurück zu den erotischen Geschichten im Überblick | Erschienen am 26.11.2008
Eine Folge aus der Reihe "Die große Liebesschule". Alle erotischen Geschichten der Reihe:
Teil 2 - Die große Liebesschule
Teil 3 - Die große Liebesschule
Teil 4 - Die große Liebesschule

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