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Spelunkenlady

Mit freundlicher Genehmigung des Christine Janson Verlags wurde diese von Peter Zingler geschriebene erotische Geschichte dem neu erschienenen erotischen E-Book "Männer, die nach Liebe suchen" entnommen. Das E-Book ist zum Beispiel hier zu bestellen: Männer, die nach Liebe suchen von Peter Zingler. Peter Zingler ist erfolgreicher Autor mehrerer Bücher, hat Drehbücher für die ARD-Reihe "Tatort" und andere TV-Filme geschrieben.

Sie sah nicht aus wie eine Lady, aber auch nicht wie eine Schlampe. Ihr Gesicht strahlte einfach zu viel Landluft aus: rote Wangen, breite Stirn, kräftige Zähne. Auch die großen, verarbeiteten Hände gehörten nicht zu der Art Damen, die Sektkelche heben, Kunden streicheln oder große Geldscheine zählen. Allerdings besaß Winnie einen Körper, wie ihn viele gern besessen hätten, was aber in erster Linie daran lag, dass Winnie gerade erst 21 geworden war.

Schon mit 16 maß sie erstaunliche 1,76 Meter, bei nur 40 Kilo Gewicht. Harte Arbeit in der Landwirtschaft ihrer Eltern, gepaart mit Schulstress und Pubertät, hatten dieses Gerippe entstehen lassen, und erst als Winnie, gegen den Protest der Eltern, den Bauernhof verließ, um in einem kleinen Landhotel den Gaststättengehilfinnen-Beruf zu erlernen, nahm sie an Gewicht zu. Keineswegs vom Personalessen und auch nicht, weil sie sich über mangelnde Arbeit zu beklagen hätte, im Gegenteil: Der Lehrherr, Gastwirt, Metzger und Winzer in einem, machte ihr von Anfang an klar, dass ein Mädchen mit so schlechten Zeugnisnoten und von derart hässlichem Aussehen nur deshalb einen Lehrvertrag bekommen hatte, weil erwartet wurde, dass sie alle Defizite durch reichliche Leistung ausbügelte und die Güte des Chefs entsprechend honorierte.

Ihr Chef war ein teiggesichtiger, dickbäuchiger Endvierziger ohne Haare, der ständig in Gummistiefeln und blutbefleckten Arbeitsklamotten rumlief, Zigarrensorten der stinkigsten Sorte rauchte, häufig besoffen war und ständig herumschrie. Winnie liebte und verehrte ihn, stand mit bewundernden Blicken hinter den Gardinen, wenn er in seinen Mercedes stieg oder mit frechen, anzüglichen Bemerkungen um sich warf - falls er sicher war, dass sämtliche Mägde, nicht aber seine Frau zuhörten.

Schon in der dritten Lehrwoche beorderte der Chef Winnie zum Silberputzen in die Gaststätte, nachdem der letzte Gast gegangen war. Er machte Kasse, ließ die Geldscheine durch seine dicken Finger gleiten, als seien es nasse Würste, brummte zufrieden, schrieb mit ungelenker Hand den Endbetrag auf einen Zettel, klemmte das Geldbündel damit zusammen, steckte es in die Hemdtasche, trat dann hinter Winnie, griff ihr unvorbereitet unter den Rock und zog ihr mit schnellem Griff ihr Höschen herunter. Dann öffnete er seinen Hosenlatz und versuchte, in sie einzudringen. Es gelang nicht. Er befeuchtete sein Glied mit Spucke, trieb es mit Gewalt in ihre trockene, unvorbereitete Möse und entjungferte sie. Winnie hatte Schmerzen, einen roten Kopf vor Scham und polierte, weil sie nicht wusste, was sie tun sollte, weiter immer den gleichen Löffel mit dem Silberputztuch. Dabei unterdrückte sie aus Angst ihre Stelle zu verlieren, den heftigen Wunsch, sich zu wehren,

Mit der Zeit tat es Ihr nicht mehr weh. Manchmal gefiel es ihr sogar. War sie vorher unten trocken und nass hinter den Ohren gewesen, so hatte sich das umgekehrt. Der Chef weihte sie in allerlei Spielarten der Sexualität ein — wobei er durchaus experimentierte, denn all das, was er Winnie zu tun anwies, hatte er bisher nicht selbst erlebt, erst recht nicht mit seiner Frau. Er kannte es aus schmutzigen Erzählungen an der Theke, dummen Männerwitzen oder Pornoheften. Mit der gleichen Geschwindigkeit, wie sie von ihm lernte, nahm Winnies Verehrung für ihn ab und gewann ihre ererbte Bauernschläue die Oberhand. Sie betrachtete ihre Handlungen mit dem Chef als Teil der Ausbildung, für die er irgendwann — über das Lehrgeld hinaus — zu zahlen hatte.

Als er sie im zweiten Lehrjahr erwischte, wie sie zwar mäßig, aber dauernd in die Kasse griff, drohte er ihr den Rausschmiss an. Er tat es nicht, da sie im gleichen Atemzug von Gegenanzeige und Unzucht mit Abhängigen sprach. So blieb’s beim alten. Sie stahl öfter, er vögelte häufiger, was ihr unter den gegebenen Umständen immer mehr Freude machte, denn in ihrem Kopf hatte sich so etwas wie ein Bußgeldkatalog entwickelt, der folgendermaßen aussah: ...

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