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Luxus-Callgirl Bea (27): “Bei mir lässt jeder die Sau raus”

Als die langbeinige Blondine das Foyer des Berliner Luxus-Hotels betritt, sieht man ihr deutlich an: Diese Frau ist es gewohnt, sich in der Welt der dicken Teppiche zu bewegen. Vermutlich hat sie sogar schon mal hier logiert, in dieser Nobel-Herberge. Wenn auch nur für eine Nacht. Oder stundenweise. Denn Bea (27) ist ein Callgirl. Von der allerfeinsten Sorte. Artig bedanken wir uns für ihr Kommen. Uns ist klar: Publicity hat die 27-Jährige mit Sicherheit nicht mehr nötig. Ihre Telefonnummer oder die ihrer Agentur steht mittlerweile in den Notizbüchern zahlreicher Politiker und Wirtschaftsbosse. Wie gesagt: Bea spielt in der Championsleague ihrer Zunft. Und warum trifft sie sich dennoch mit uns?

“Es tut einfach gut, sich mal aussprechen zu können”, sagt die Blondine. Und der rauchig-erotische Klang ihrer Stimme verursacht bei uns eine Gänsehaut. “Ich glaube: Egal, welchen Job du machst - wenn du ein Top-Level erreichst, wird die Luft da oben ganz schön dünn. Du kommst dir mit einem Mal sehr einsam vor. Ich stelle das auch immer wieder bei meinen Kunden fest. Viele haben ein großes Mitteilungsbedürfnis - freuen sich, wenn ihnen mal jemand richtig zuhört. Und mit wem kann ich über das, was mich bewegt, reden? Mit meinen Eltern? Niemals! Die würden vor Scham im Boden versinken, wenn sie erführen, was ich beruflich tue. Freunde? Sind sehr rar geworden, seit ich ständig durch die Welt düse. Außerdem würden sie mich um mein Geld beneiden.”

Zu Beas Kunden zählen Politiker und Wirtschaftsbosse

Ja, alles an Bea wirkt teuer - ihr italienisches Designer-Kostüm, das Parfüm, die Schuhe, der Schmuck. “Am vergangenen Wochenende hätten Sie mich aber nicht erkannt”, lacht die Blondine. “Da habe ich mich in Jeans und Pulli geschmissen und meine Eltern besucht, in einem Dorf nahe Bremen. Dort glauben sie noch immer, dass ich als Stewardess arbeite.”

Bereits als Kind wollte Bea raus aus der dörflichen Enge. Nach Abschluß der Schule und einer kaufmännischen Lehre bewarb sie sich bei diversen Luftlinien. Und wurde prompt genommen. Zunächst flog sie national, später interkontinental.

Bea: “Fast bei jedem Hotel-Aufenthalt hatte ich eine kleine Affäre. Mal mit einem unserer Piloten, dem Steward oder einem Passagier. Das machte mir Spaß. Aber von meiner Seite aus waren nie großartige Gefühle im Spiel. Also sagte ich mir: Dann kannst du auch ebenso gut dafür kassieren, wenn du die Beine breit machst.”

Die damals 23-Jährige nahm Kontakt zu einer Begleitservice-Agentur auf, verdingte sich als so genanntes Escort-Girl. “Das kostet die Kunden einen Haufen Kohle”, räumt sie ein. “Aber das Business boomt. Bald war ich nahezu an jedem freien Tag in Deutschland ausgebucht. Und irgendwann wurde es mir zuviel. Ich gab meinen Beruf als Stewardess auf. Der Nebenjob war viel lukrativer geworden.”

Ist sie denn als Begleiterin ihr Geld wert? “Jeden Cent”, meint das Callgirl selbstbewußt. “Ich spreche inzwischen drei Sprachen recht fließend. Und man kann sich mit mir so ziemlich über jedes Thema unterhalten. Im übrigen höre ich häufig, dass ich im Sex eine absolute Sensation sein soll. Was sich auch in der ständig steigenden Zahl meiner Stammkunden ausdrückt.”

Oberstes Gebot in ihrem Job ist Diskretion. Bea: “An der Seite eines Kunden wird man mich nie für eine Hure halten. Aber im Bett drehe ich voll auf, veranstalte wahre Festivals der Erotik - kenne weder Hemmungen noch Tabus. Und wer mich bucht, der weiß das zu schätzen. Bei mir läßt jeder die Sau raus.”

Was für Wünsche haben ihre Kunden? “Die Palette ist sehr breit”, antwortet die 27-Jährige. “Manche wollen einfach nur reden. Und ich erfahre von ihnen politische Entscheidungen oder Entwicklungen von Aktien lange, bevor darüber was in der Presse steht. Andere erwarten von mir das, was ihre Frauen ihnen nicht bieten. Oralen Sex zum Beispiel, einen scharfen Strip, Analverkehr oder eine Masturbation vor ihren Augen. Von mir aus packe ich sie auch in Windeln. Immerhin werde ja fürstlich dafür bezahlt.”

Recherchehilfe: Markus Wennemann

Was Edelhuren verdienen
Escort-Agenturen der Oberklasse berechnen für ihren Begleitservice bis zu 1600 Euro pro Tag oder Nacht. Die Mädchen - in aller Regel super-erotisch, elegant gekleidet, charmant, gebildet und zu jeder Sünde bereit - bekommen von dem Honorar die Hälfte bis zwei Drittel. Je nach Vertrag. Das heißt: Sie kassieren bei einem eintägigen Date rund 1000 Euro. Steuerfrei! Edelhuren, die gut im Geschäft sind, können im Monat also mehr verdienen als mancher Top-Manager, der sie bucht.

Marlene Osbach schrieb obige erotische Geschichte. - Die junge Journalistin lebt und arbeitet abwechselnd in Warschau und Berlin. Geboren wurde sie in Polen. "Ich kann Deutsch und Polnisch gleich gut sprechen. Meine Großeltern waren Deutsche, die hier wohnen blieben, als zum Ende des 2. Weltkriegs Deutschland Gebiete an Polen abtreten musste. Die alten Herrschaften haben heimlich weiter Deutsch mit meinen Eltern gesprochen, obwohl es damals verboten war." Die Zweisprachigkeit ist für die Journalistin heute ein Wettbewerbsvorteil. "Authentische Berichte aus Deutschland sind in Polen gefragt. Und umgekehrt funktioniert es auch", sagt Marlene Osbach. Zum Ausgleich schreibt sie gern über erotische Themen.

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