Ich denke, Männer wissen sofort, was ich meine, ticken wir doch alle irgendwie, wenn nicht gleich, so doch ähnlich. Man wünscht sich in seinen Tagesfantasien etwas, von dem eigentlich sicher ist, dass es einem nicht passiert, doch daran denken, dass … ist ja auch ganz schön. Wenn dann eine Situation eintritt, in der so ein relativ abwegiger Gedanke, so ein Traumwunsch Wirklichkeit wird, ist man doch überrascht, wenn nicht gar ein wenig geschockt. Und so ging es mir, als ich alleine zu einer kleinen Party eingeladen war. Nun, klein ist sicherlich etwas untertrieben, rund 30 Leute tummelten sich auf diesem Gartenfest im Frühling, durchweg Pärchen, doch auch ein paar Singles beiderlei Geschlechts, die herumschlenderten mit dem bekannten „Such mich ich such dich“ Gebahren, das jeder versucht zu verstecken und das doch jeder kennt und auch erkennt.
Gute Stimmung, gute, nicht zu laute Musik, ein schöner Sommerabend und für mich, so einige wirklich nett anzusehende Frauen, mit denen anzubändeln ich durchaus Lust hatte. Doch wie es oft so ist, die große „Auswahl“ machte es schwierig mit der Entscheidung und irgendwie schienen alle auch schon selbst Kontakt geknüpft zu haben. Und außerdem: Was soll’s. Muss ja nicht sein, ist ja so auch ganz nett.
Und doch: Es kam dann ganz anders, und das ganz plötzlich. Eine hübsche blonde Frau, wohl in den Zwanzigern, stand im Gedränge auf einmal vor mir, ein Glas in der linken Hand – und griff gekonnt zu, einfach so, mir in den Schritt, bekam unter dem Hosenstoff auch genau das zu packen, was sie wollte, drückte sanft aber bestimmt ein paar Mal zu, ließ los und sagte: „ Na, du?“
Ich hatte Mühe, nicht zusammen- oder zurückzuzucken, atmete tief ein und hätte fast mein Glas fallengelassen. Ich hatte mich noch nicht von meinem Schreck erholt, da drehte sie sich schon um, nicht ohne mir einen frechen Blick zuzuwerfen.
Himmel, was war denn das? Sollte ich ihr nachgehen? War das eine Aufforderung oder was? Anzumerken ist noch, das die junge Frau ganz und gar nicht den Eindruck machte, etwa betrunken zu sein. Sie kam mir vor, wie ein Liebesengel im Milchsee. Sofort wusste ich, dass ein ein idiotischer Vergleich war - aber er kam mir in den Sinn.
Und ich tat, was sich im Nachhinein als richtig erwies, erst einmal gar nichts, sondern beobachtete die Kecke, sah, wie sie herumschlenderte, hier und da mit jemandem sprach, ging ihr unauffällig – wie ich meinte – nach, auch um festzustellen, ob sie noch mal so eine freche Anmache wagen würde.
Doch nichts geschah und ich wurde noch ratloser. Hatte sie nur mich ausgewählt? Sollte ich sie jetzt ansprechen, hinterher gehen? Oder hatte sie sich nur einen derben Scherz gemacht, mit mir, von dem sie annahm, und was sich ja bestätigt hatte, dass ich nicht „ungebührlich“ reagieren würde?
Derweil massierte sie mich immer noch weiter ...
Was und wie auch immer, der Abend hatte für mich eine unerwartete Wendung genommen. Um auf das oben gesagte zurückzukommen: Geträumt hatte ich schon mal von einer solchen Attacke, doch ehrlich gesagt, nicht für möglich gehalten. So war ich, ich muss es zugeben, doch ziemlich spitz geworden, bemerkte auch, oder wollte es sehen, die vorhandenen Reize dieser Frau, und versuchte, ihr zu erkennen zu geben, dass ich „angesprungen“ war. Doch nichts passierte, mit keinem Blick erwiderte sie meine Signale, es war als sei nichts geschehen.
Trotzdem hatte ich dabei das Gefühl, dass sie irgendwie mit mir spielte, wie die Katze mit der Maus. Und das war wohl auch richtig erkannt. Denn irgendwann ergab es sich dann, dass wir etwas abseits standen, ich an einen Baum gelehnt und sie mit frech-wissendem Blick wieder ganz dicht vor mir.
„Da hab ich dich ja wieder,“ sagte sie mit leiser Stimme, „und du wirst jetzt ganz still halten, denn es soll und darf keiner merken. Ich bin dein Liebesengel im Milchsee.“ Dabei fasste sie an meinen Hosenbund und zog langsam den Reißverschluss runter. Wohl kein Wunder, dass mir sofort der Schwanz stand, obwohl ich mir unter einem Liebesengel im Milchsee wenig vorstellen konnte. „Ja so ist es gut, dann geht es auch schnell, lass Dir nur nichts anmerken“, sagte sie.
Nun, das war leichter gesagt als befolgt, denn inzwischen hatte sie mir in den Slip gegriffen und massierte sanft, aber bestimmt mein strammes Schwert. Gekonnt und wissend, die Lust steigernd, und ich hatte wirklich Mühe, mir nichts anmerken zu lassen. Und auch ihr, ihren Namen kannte ich nicht, konnte man nicht ansehen, was sie da mit mir machte. Sie stand ganz ruhig vor mir, sprach zu mir, was ich kaum vernahm und ich versuchte, möglichst unbefangen auszusehen, irgendwas zu antworten. Geschickt bewegte sie ihre Finger in mir bisher nicht gekannter Weise, meine Lust steigerte sich ins Unerträgliche und schoss schließlich heraus – doch nicht in ihre Hand – sie hatte es genau abgepasst – sondern in den Slip hinein, den sie blitzschnell drüber geschoben hatte, nicht ohne mit ihrer Stimulierung nachzulassen. “Ich wusste, dass du Milch für mich hast”, flüsterte sie, “wie gern würde ich darin baden ...”
Klar, dass ich versuchte, meine Gefühle den anderen gegenüber nicht anmerken zu lassen, knickte jedoch – an den Baum gelehnt – etwas mit den Knien ein, und atmete tief durch. Derweil massierte sie noch meine nachlassende Lust weiter, bis sich nichts mehr „tat“, zog auch den Reißverschluss vorsichtig wieder hoch und ging langsam weg, einfach so, als sei nichts geschehen.
Ich muss zugeben, obwohl es schön war, erregend und was weiß ich noch, ziemlich perplex war ich doch. Dass eine Frau „so etwas“ macht, hätte ich wirklich nicht für möglich gehalten, dass es noch dazu mit mir geschieht, zwar gewünscht (siehe oben) doch bis zu diesem Tag für reine Fantasie gehalten. Und – leider – passiert ist es mir bis heute nie wieder, aber man wird doch noch träumen, wünschen dürfen. Oder? Übrigens, die unbekannte junge Frau, hab ich auch nicht wieder gesehen.
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