Und aus David, der seit ihrer Heimkehr nervös auf seinem Sitz rumgerutscht war, platzte es heraus: “Wo hast du diese Domina kennengelernt?” Serena antwortete: “Ich habe sie auf einer Party getroffen.” Das war nur die halbe Wahrheit. - David horchte Serena weiter aus: “Und du warst neugierig und bist mit in ihren Dungeon gegangen?”
“So ähnlich, ich habe zwischendurch in der Zeit als ich weg war mal für einen Monat bei ihr gelebt”, soviel zu wissen schadete ihm sicher nicht.
“Hast du durch sie deine Freude am Schmerz entdeckt?”
“Nein, ich war glaube ich schon immer irgendwie versteckt Masochistin. Ich war schon lange Zeit neugierig und wollte wissen, wie es ist. Verzeih, dass ich dir das erst jetzt sage und die vergangenen Wochen so um den heißen Brei herumgeredet habe. Aber ich wollte unbedingt wieder bei dir sein und konnte da kaum gleich mit der Tür ins Haus fallen: Hallo ich bin wieder da und übrigens, ich bin Masochistin und steh total auf Schmerzen.”
Ein feines Lächeln umspielte Davids Lippen, nein, wenn sie so zurückgekommen wäre, dann wäre der Schock wohl etwas extrem gewesen.
“Ich habe noch eine Frage bezüglich eures Zusammenlebens. Wie war das? Du hast bei ihr gewohnt und ihr seid immer mal in diesen Kellerraum gegangen und dort hat sie dich dann gequält?”
“Haha, nein so war das ganz und gar nicht. Ich bin als Vollzeitsklavin zu ihr gezogen. Ich bin den ganzen Tag nackt auf allen Vieren an einer Hundeleine rumgekrochen, habe aus einem Napf gefressen und auf dem Bettvorleger zu ihren Füßen geschlafen. Wenn sie meinte, ich war nicht gut genug, dann hat sie mich gepeitscht oder sonst wie bestraft.”
“Wow, du…” David wurde abrupt unterbrochen.
“Versteh mich nicht falsch, ich wollte es, ich wollte das volle Programm, wollte wissen wie es ist völlig rechtlos, praktisch das Eigentum von jemand anderem zu sein und von dieser Person jederzeit nach Gutdünken missbraucht zu werden.”
Es herrschte eine gemeinsame Gedenkpause. David hatte eine Menge zum Verarbeiten erfahren.
“Wie, wie war das denn so? Ich meine, ich weiß nicht was ich mein…”
“Du wärst überrascht. Es war merkwürdig. Manchmal bin ich voll in dieser Rolle als wehrlose Sklavin aufgegangen. Zu anderen Zeiten habe ich es gehasst und mir ein fast normales Leben, mit Schmerz aber ohne immer und überall nur machtlos gegenüber der Herrin zu sein, gewünscht.”
“Hattest du denn, bevor du dich entschieden hast ‚das volle Programm’ zu erleben bei ihr schon in dem Keller Erfahrung sammeln können? Ich denke so von heute auf morgen eine Vollzeitsklavin zu werden ist etwas extrem.”
“Ja, ich hatte mich vorher schon peitschen und foltern lassen. Und wie du dir denken kannst, es hat mir sehr gefallen.”
“Warst du denn die einzige Sklavin dort? So ein aufwendig gestalteter Raum kostet sicherlich eine ganze Menge, ich kann mir vorstellen, dass er regelmäßig genutzt wird.”
“Die Domina hat eine feste Sklavin. Eine verheiratete Frau, die mehrmals in der Woche für einen Nachmittag oder Abend zu Besuch kommt.”
“Nur eine andere? Was ist mit Männern? Verdient sie kein Geld mit diesem Job?”
“Sie ist keine Berufsdomina und sie hasst Männer regelrecht. Ich denke, dass sie hin und wieder, so wie mit mir, auch mit anderen Frauen arbeitet. Während ich dort war, habe ich aber immer nur die eine Sklavin getroffen.”
“Darf ich Fragen, was ihr so gemacht habt. Also ging es einzig um Bestrafung und Erniedrigung ohne jegliche sexuelle Handlungen? Weil, ich dachte zum SM gehört auch immer aller möglicher Sex?”
Diese Frage war der springende Punkt, über das, was Serena bereit war, ihm über ihre Erfahrungen zur Zeit mitzuteilen. Aber wie würde David reagieren, wenn er erführe, dass seine über alles geliebte Gefährtin, mit anderen Frauen, über andere Männer wollte Serena im Moment gar nicht erst nachdenken, intim gewesen war? Würde er entsetzt sein? Wäre es ihm nicht so wichtig, weil sie bloß Frauen waren, oder könnte ihn die Vorstellung ...
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