Die Asiatin Analyn war kein Ersatz für Serena, dies wurde David schon am ersten Abend bewusst. Er vermisste seine Freundin und die herzliche Nähe zu ihr schmerzlich. Hatte er sich doch geschworen, sie nie wieder weggehen zu lassen. Auch Serena schlief schlecht ein, sie konnte doch nicht immer weglaufen, wenn ihr die Sache über den Kopf wuchs. Sie musste lernen David ihre Gefühle zu offenbaren, wenn ihre Beziehung eine dauerhafte Zukunft haben sollte. Karl erwies sich in den kommenden Tagen, trotz oder besser wegen seiner altmodischen Ansichten, als große Stütze. Sie sprachen viel über ihre Ängste und Vorstellungen und auch darüber, dass sie - egal wie unterwürfig und masochistisch sie war, dennoch ihr Leben selbst in der Hand halten wollte, anstelle völlig ihrem Mann zu dienen, wie es eine wahre Sklavin tun würde. Sie musste sich klar werden, was sie wollte: Ein Leben wie die Reiches als Vollzeitsklavin, die wirklich nur das tat, war ihr Meister ihr befahl, mit gelegentlichen Unterbrechungen für Romantik und Alltag, oder aber ein fast normales Dasein als gleichberechtigte Partnerin mit zeitweiligen Ausflügen in die Welt des Sadomasochismus. Bereits am dritten Abend hielt sie es nicht mehr aus, sie rief ihren Lebensgefährten an:
“Hallo Liebling, tut mir leid, dass ich mich erst jetzt melde. Ich muss mit dir sprechen. Können wir uns irgendwo ohne Analyn treffen?”
David, der zuerst hocherfreut gewesen war, ihre Stimme zu hören, war verwirrt: “Serena? Wie treffen? Ich denk’ du bist auf dieser Messe?”
Die Stimme so neutral wie möglich klingen zu lassen, fiel nicht leicht: “Nein, das war gelogen. Ich bin hier in der Stadt. Bitte, mir ist klar geworden, dass ich dir die Wahrheit sagen muss. Kannst du Analyn loswerden?”
“Klar, ich schick sie zu ihrem Mann.”
“Gut, dann komme ich jetzt nach Hause.”
Sie hatte gelogen? Wo war sie hingegangen? Sie wollte ihm jetzt die Wahrheit sagen? Was war eigentlich los?
Eine halbe Stunde später saßen sich Serena und David in ihrer Küche gegenüber. Die verletzliche Masochistin war nervös, dies war der Augenblick, den sie hinausgezögert, den sie gefürchtet hatte. Bevor sie etwas erklären konnte, kam David ihr allerdings zuvor:
“Wo warst du? Wieso warst du nicht auf der Messe?”
Zunächst stockend und zögerlich gestand Serena: “Ich hatte Urlaub genommen. Ich dachte, ich brauche etwas Abstand, um mir über einige Dinge klar zu werden. Das war dumm. Es tut mir so leid, Schatz. Ich weiß nicht, warum ich andauernd solche Fehler mache. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es besser ist, dir alles zu erzählen. Ich bitte dich, mich nicht vorschnell zu verdammen, denn was ich dir gleich sage, das wird dich verletzen und das letzte, was ich möchte, ist dir wehzutun! Ich habe dich belogen und betrogen.”
Ihr Lebensgefährte sah sie Böses ahnend an, gab ihr aber die Chance ihm zu beichten.
“Es begann vor fast drei Jahren. Ich traf im Nachtklub einen Mann. Als ich ihn sah, wusste ich unterbewusst sofort, dass er die Tür zu meiner dunklen Seite öffnen könnte. Ich konnte nicht anders, ich bin mit ihm mitgegangen.”
Sein Blick spiegelte die Trauer wider, dennoch schwieg David weiterhin.
“Ich habe mich von ihm auspeitschen und anschließend missbrauchen lassen. Ich hoffte, dass es eine einmalige Sache blieb, aber nach ein paar Wochen wuchs das Verlangen nach mehr, ich brauchte es wie eine Drogensüchtige unbedingt wieder. Also habe ich angefangen, mich regelmäßig mit ihm zu treffen. Zuerst war es okay, er erzog mich, entlockte mir völlig neue und unbekannte Gefühle und wir hatten ausschließlich Analsex, um mich zu erniedrigen.”
Serena legte eine Pause ein, um Luft zu holen: “Ich habe mir eingeredet, ich würde nicht fremdgehen, da ich keinen normalen Verkehr mit ihm hatte. Er erkannte, welches Potenzial in mir steckte und wollte mich gerne zu einer richtigen Sklavin ausbilden lassen. Irgendwann stellte er mich vor die Wahl. Ich war damals so tief in diesen ...
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