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Orgasmusfahrstuhl - Teil 2

Hatte ich das gewollt? Diesen Wahnsinn eines Sexspiels? Immerhin: Mein kleiner Freund war richtig groß geworden.

Ich öffnete die Tür zum Schlafzimmer. Elektra fiel mir entgegen. Die Augen aufgerissen und erstarrt im Moment des Schusses. Aus Schreck vor dem Anblick ließ ich die Waffe zu Boden poltern, trat einen Schritt zurück, und Elektra fiel aufs Parkett.

“Elektra?”

Schweigen.

“Elektra!”

Ich schüttelte sie.

Keine Reaktion.

Ein roter Fleck breitete sich unter ihr aus.

“Elektra ... spielst du tot?”

Eine dumme Frage. Und Elektra reagierte auch nicht darauf. Natürlich spielte sie tot. So war es schließlich vereinbart. Die Pupillen blieben starr, glotzten mich an wie ein toter Fisch.

Sicher, er fand es toll, pulsierte wie verrückt. Ich aber fand es wider Erwarten grausig. Wie sollte das Spiel weiter gehen? Konnte man die Sache überhaupt noch als Spiel bezeichnen? Oder war die Session zu einer perversen Nummer verkommen?

Aber es war nicht der Moment für philosophische Betrachtungen. Nun musste ich nach Plan vorgehen, sonst lief es schief.

Ich ließ Elektra also liegen.

Damit hier kein Irrtum aufkommt: Sie war nicht tot. Wirklich nicht! - Es war kein Blut. Bloß Schauspielerei und Ketchup. Vorher vereinbart. Unsere Weiterentwicklung der Session. Mit Luger und zwei Platzpatronen.

Die Luger! Die durfte ich nicht vergessen. Hastig hob ich sie auf und steckte sie ein. Vier Uhr, noch schlief alles im Haus. Obwohl die Schüsse ohrenbetäubend gewesen waren, standen die Chancen gut, sich unerkannt zu entfernen.

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In dem E-Book “Der Orgasmus-Fahrstuhl” schildert Elektra Flagellante, wie ein Lokalpolitiker von seiner Geliebten in ein verrücktes Sexspiel verwickelt wird, das ihm ungeahnte Höhepunkte beschert - und ihn bis zum Morgengrauen die Karriere kosten wird, wenn er nicht schnell eine Lösung findet ... Es ist ein ebenso spannender wie prickelnder Sexroman, den Elektra Flagellante verfasst hat. “Beruht auf einem eigenen Erlebnis”, erklärt Elektra Flagellante gegenüber erotische-geschichten.biz.

Als eBook für EPUB-Reader:

Der Orgasmus-Fahrstuhl
von Elektra Flagellante und Ariane Aran

Als eBook für den Amazon Kindle:

Der Orgasmus-Fahrstuhl
von Elektra Flagellante und Ariane Aran

Ich drückte den Knopf des Fahrstuhls, betrat die Kabine, wählte Erdgeschoss und abwärts ging es. Nach der ersten Hektik fühlte ich mich nun gesammelt. Das passte mir nicht. Ich hätte aufgeregter sein müssen. Erregt. Geil und schwitzend. Kaum etwas davon. Das Ganze war eine Enttäuschung. Eine aufwendige Inszenierung mit wenig Erfolg. Natürlich würde ich die Show zu Ende bringen, abstoppen ließ sie sich sowieso nicht mehr, denn Elektra würde weiter spielen wollen. Käme ich jetzt zu ihr zurück, um das Spiel abzubrechen, würde sie mich auslachen und als Schlappschwanz bezeichnen. Mir fiel ein, dass ich in der Eile vergessen hatte, die Wohnungstür zu schließen. Es ließ sich nicht mehr ändern. Im Kopf legte ich mir den Tag zurecht: Frühstück mit meiner Frau, Aktenarbeit im Dezernentenbüro, Ausschusssitzung, Parteitreffen. Elektra würde aufstehen, das Parkett säubern und sich einen Kaffee kochen.

Mit einem Ruck blieb der Fahrstuhl stehen. Ich öffnete die Tür ... nein, das ging nicht, sie klemmte, war verriegelt. Ich schaute durchs Fahrstuhltürfenster – der Fahrstuhlkorb hatte zwischen zwei Etagen gestoppt. Also drückte ich noch mal den Erdgeschossknopf. Keine Reaktion. Der Knopf für die vierte Etage ... Ah, das klappte! Der Fahrstuhl bewegte sich aufwärts. Doch den Bruchteil einer Sekunde später gab es ein hässlich-knackendes Geräusch, und der Fahrstuhlkorb stoppte erneut. So ein Mist. Ich hämmerte auf den Knopf fürs Erdgeschoss, sprang in der Kabine. Der Korb wippte. Da! Ein Kreischen von Metall auf Metall – und es ging abwärts. Aber nur für Zentimeter. Dann steckte der Korb endgültig fest, und ich war darin gefangen, zwischen zwei Etagen.

“Elektra.”

Ich flüsterte es. Das war sinnlos. Ich musste es rufen, sonst hörte sie mich nicht. Zu laut durfte ich nicht werden, um andere im Haus nicht zu wecken.

“Elektra!”

Ich wartete auf eine Reaktion. Zu lange wollte ich hier nicht feststecken, sonst kam mein Tagesplan durcheinander.

Mit den Händen schaffte ich es, die Fahrstuhltür einen Spalt zu öffnen.

“Elektra!!”

Sie hörte mich nicht. Oder sie wollte mich nicht hören. Denn eigentlich hätte sie schon das Kreischen des Fahrstuhls alarmieren müssen. Schließlich stand die Tür zu ihrer Wohnung auf. Oder hatte sie die Tür schon geschlossen und saß gemütlich bei Kaffee und Radio hinten in der Küche?

Und was wäre, wenn sie noch auf dem Parkett lag?

In meiner Hose tat sich was. Ich stellte mir vor, wie Elektra da oben immer noch mit ihren toten Fischaugen lag, und die Wohnungstür geöffnet war, sodass jeder Elektra finden konnte.

Die Vorstellung war Fantasie, und bestimmt kochte sich Elektra gerade einen Kaffee oder feixte, da sie gehört hatte, wie der Fahrstuhl sich festfuhr, und ich hier unten in Nöten war. Aber Gefahr machte ihn an - auch fantasierte Gefahr. Er war hart und es prickelte mir wohlig in den Lenden.

Vom Alarmknopf, der mir entgegen leuchtete, ließ ich die Finger. Nicht nur, da die Finger gerade anderweitig beschäftigt waren. Die Dame in der Alarmzentrale, der anfahrende Lifttechniker, meine Frau, die es heraus bekäme: Sie könnten sich fragen, was ein stadtbekannter Politiker, ein glücklich verheirateter Ehemann, in der Nacht in einer zweitklassigen Mietskaserne zu suchen hat. Eine vernünftige Erklärung würde ich nicht bieten können.

Der brettharte Willi brachte mich zum Stöhnen.

Still!

Ich hörte ein Geräusch.

Reiß dich zusammen!

Ich nahm die Hand aus der Hose.

Die Haustür unten fiel wieder ins Schloss. Dann ein leises Klacken: Jemand drückte im Erdgeschoss auf den Fahrstuhlknopf. Das Treppenhauslicht flammte auf, und Füße begannen, die knarrende Treppe nach oben zu steigen. Erst schnell, dann langsamer. Frauenschritte. Ich drückte mich in die Ecke. Niemand brauchte mich hier zu bemerken. Mein Freund zuckte. Die Situation war neu für ihn, sie gefiel ihm. Die Frau würde mich nicht sehen können, ich war im Dunkeln, kauerte in einer Ecke des Fahrstuhlkorbs, und sie würde vorbei marschieren auf dem Weg zu ihrer Wohnung nach oben.

Aber von wegen; ich hatte mich getäuscht. Kaum war sie auf meiner Höhe, bückte sie sich, drückte routiniert die Fahrstuhltür einen Zentimeter weit auf und starrte durch den Spalt herein zu mir. Ergrauendes Haar, darunter zwei giftige Frauenaugen, die wie Suchscheinwerfer umherstreiften und mich entdeckten.

“Er ist schon wieder stecken geblieben, mein Herr?”

Nach was sonst sah es aus, meine Dame? Willi spielte verrückt, stand vor dieser alten Schachtel hochkantversteift in der Hose. Mit der Hand in der Tasche streichelte ich ihn. Sie war bestimmt Putzfrau, kam vom Job. Eine von diesen Frauen, die stolz auf ihre abgearbeiteten Hände waren, die Sozialbeiträge abführten, an die Rente glaubten und sich von ihrer Sparkasse einen Riester-Vertrag hatten aufschwatzen lassen. Hoffentlich kannte sie mich nicht aus der Zeitung. Ich drückte mich weiter in die Ecke.

“Sie sind aber schlecht erzogen, mein Herr.”

Da ich nicht reagierte, nur dumm lächelte, setzte sie ihren Aufstieg fort.

“Bestimmt kommen sie von dem Frauenzimmer dort oben. Das ist mir egal, ich habe keine Vorurteile. Aber ich werde ihnen nicht helfen, wenn Sie nicht mit mir sprechen.”

Sollte ich mir Sorgen machen? Ich meine, weil die Putze mein Gesicht gesehen hatte?

Quatsch - langsam begann mein Hirn, verrückt zu spielen. Der Fahrstuhlstopp war zwar nicht eingeplant, aber keine Katastrophe. Vielleicht hatte Elektra ihn gar ...? Wie auch immer, er brachte Würze in die weiter entwickelte Session, die bisher doch enttäuscht hatte.

Was mich aber stutzig machte, war die Randbemerkung der alten Frau: Elektra empfing dort oben anderen Herrenbesuch? In der kleine Wohnung, die ich nur für uns zwei eingerichtet hatte?

Das Scheppern der Haustür unterbrach meine Überlegungen, wieder hörte ich das vergebliche Drücken des Fahrstuhlknopfs. Dann ein beherztes “Scheiße!” – Ich erkannte die raue Stimme von Elektras Zofe. Also wusste auch sie von Elektras und meinem vermeintlich so diskreten Treffpunkt. Zorn stieg in mir auf. Die verdammte Plaudertasche Elektra. - Aber die Zofe kam gerade recht. Immerhin war es bereits sechs Uhr, und ich sollte nun besser ohne Aufsehen aus dem Fahrstuhl heraus, um noch Zeit für eine Dusche zu haben, bevor ich ins Amt ging.

Vielleicht hatte sich Elektra ins Bett gelegt und schlief. Die Zofe würde sie wecken und ihr von dem defekten Fahrstuhl erzählen. Elektra war schlau. Sie würde eins und eins zusammenzählen und nachschauen, ob ich während meines Abgangs im Fahrstuhl stecken geblieben war. Mit vereinten Kräften könnten die Zwei mich befreien.

Ach was, zu kompliziert; ich würde die Zofe direkt ansprechen, wenn sie an mir vorbei kam. Sie würde sowieso wissen, dass Elektra und ich ... befreundet waren. Plaudertasche Elektra würde es ihr erzählt haben.

“Äh ... Fräulein ... hallo ... meine Dame ... Frau Zofe ... ZOFE! Ey, du!”

Sie sah mich nicht, sie wollte mich nicht sehen, sie reagierte nicht, stieg zügig und ohne den Kopf zu drehen die Treppen hinauf.

Eingebildete Zicke. War immer noch eingeschnappt, da ich sie mal angepinkelt hatte.

Ein Schrei gellte durchs Treppenhaus. Ein markerschütternder Schrei. Ich zuckte zusammen und machte mich klein; kleiner bald als mein Großer. Wieder schrie sie. Meine Güte, konnte die Zofe nicht aufhören mit der Schreierei?! Nacheinander flogen die Wohnungstüren der Nachbarn auf, das Licht im Treppenhaus wurde wieder eingeschaltet.

“Polizei! Rufen Sie die Polizei! Meine Herrin ist tot. Sie ist tot, erschossen!”

Au man. Was für ein Irrtum, das konnte nicht sein.

– Oder doch?

Übungsmunition. Ich hatte mit Platzpatronen geschossen.

Oder falsch geladen? Mich vertan? Ich zog die Luger hervor, drückte die Fahrstuhltür einen Spalt auf, damit Licht herein fiel. Beide Patronen waren verschossen, nicht mehr zu entscheiden, ob es scharfe Munition oder die steinalten Übungspatronen Großvaters gewesen waren. Nachbarn liefen aufgeregt im Treppenhaus umher, sie würden mich, den stadtbekannten Politiker, bald entdecken.

Was mir den Angstschweiß auf die Stirn trieb, gefiel meinem Penis. Aber um ihn mochte ich mich in dieser Situation nicht kümmern. Wenn Elektra tatsächlich ... angeschossen war ... die arme Elektra! Das süße Mädchen! Die mir alle Wünsche von den Augen abgelesen hatte. Mit der ich schöne Stunden verlebt hatte. Dieses schnöde Ende verdiente sie nicht.

Schon stapften zwei Streifenpolizisten die Treppe herauf.

Hier endet der Ausschnitt aus dem Roman.

Weiterlesen im E-Book:


Der Orgasmus-Fahrstuhl
von Elektra Flagellante und Ariane Aran

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zurück zu den erotischen Geschichten im Überblick | Erschienen am 22.2.2012
Eine Folge aus der Reihe "Der Orgasmus-Fahrstuhl". Alle erotischen Geschichten der Reihe:
Der Riemen
Orgasmusfahrstuhl - Teil 1
Kabinett der Ketten

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