erotische geschichten

Erotische Geschichten

Leselust, täglich neu, frech, gratis

erotische geschichten
kostenlose Sexbilder und Erotikvideos
erotische geschichten

Bekenntnisse einer Bläserin

Ich ging vor ihm auf die Knie. Aber irgendetwas ließ mich zögern. Über die Schulter hinweg schaute ich in die Kamera. "Los, mach schon", herrschte er mich an mit seiner merkwürdigen, heiser-piepsigen Stimme. "Muss die Kamera uns dabei fotografieren?", fragte ich. "Schöne", fasste er mir mit beiden Händen in die Haare, "du wirst fürs Blasen bezahlt, nicht fürs Fragen." Unsanft dirigierte er meine Lippen an seine anthrazitfarbene Hose, breitbeinig stellte er sich vor mich hin: maßgeschneiderte Schuhe, perfekt sitzender Anzug. Ich ergab mich in mein Schicksal und zog seinen Reißverschluss herunter, um den Penis zu befreien. Doch ... da war nichts.

Ich verstand nicht gleich, griff in den Hosenschlitz, suchte.

Nichts.

Ich öffnete den Schlitz weiter. Ein dunkles Loch ohne Inhalt. Ich sah hoch zu ihm. Er starrte geradeaus, seine Lippen waren Striche geworden.

“Ich finde ihn nicht”, gab ich zu. So wie er bisher mit mir umgegangen war, würde er mich schlagen für diese Bemerkung.

Doch er reagierte nicht, starrte geradeaus auf die schwarze Wand des Studios. In dem abgedunkelten Raum, abseits des Brausens der Reeperbahn, hörte ich bloß seinen schweren Atem und das Klicken der automatischen Spiegelreflex, die jede Sekunde eine Aufnahme machte.

Okay, dachte ich, ich stelle mich also dumm an. So dumm, dass er mich keiner Antwort würdigte. Deswegen öffnete ich ihm den Gürtel; seine Hose rutschte in die Kniekehlen herunter. Er trug keinen Slip und ich begriff:

Wo beim Mann der Hodensack ist, waren bei ihm drei genähte Narben, die sich sternartig in einem Punkt trafen. Darüber, wo der Penis hängen sollte, war ein kleines schwarzes Loch, umkränzt von einer Wulst, gebildet aus zartem, glänzenden rosa Fleisch. Er war ein Kastrat.

“Mein Gott”, entfuhr es mir.

“Der hat nichts damit zu tun”, presste er zwischen den Zähnen hervor.

Ich schaute zu ihm auf: “Wie ist das passiert, Maximilian?”

“Ein ... ein Unfall. Es musste gemacht werden.” Er zog die Hose schnell wieder hoch und achtete dabei darauf, nun der Kamera den Rücken zuzudrehen.

“Die Aufnahmen werden nur wie vereinbart verwendet?”

“Ich bringe dich jetzt hinaus, Sirke”, ging er nicht auf meine Frage ein. Er war verwandelt: Seine Stimme weicher, er reichte mir die Hand und half mir beim Aufstehen, geleitete mich durch den engen Gang, der vom Studio zum Verkaufsraum führte, vorbei an seiner ältlichen Angestellten, die gebrauchte Digitalkameras und MP3-Spieler im Schaufenster abstaubte.

“Ah, seid ihr schon fertig? Das ging aber schnell”, lächelte sie Maximilian an.

Für meinen Geschmack sprach sie als Angestellte zu vertraulich mit ihrem Chef. Ich zupfte an meinem engen Kleid, auch die halterlosen Strümpfe schienen mir verrutscht zu sein vom langen Knien vor diesem verletzten Mann.

“Moment”, verstellte die Angestellte mir den Weg, “erst schauen wir uns das Ergebnis an. In der Kürze liegt nicht immer die Würze.” Mit diesen Worten führte sie mich ... “Du bitte auch, Maxi” ... und Maximilian hinter den Tresen. Mit einem Tastendruck erschien auf dem Flachbildschirm an der Kasse ein Foto: Wie ich vor Maximilian hockte.

“Sie haben die Fotos hier? Die sind vertraulich, hat Maximilian mir zugesichert!”, empörte ich mich.

“Haben Sie nicht genug Geld bekommen?”

Maximilian schaltete sich ein: “Sirke, die Shots bleiben vertraulich. Zwischen meiner Frau und mir. Wie vereinbart.”

Ich starrte ihn an: “SIE ist deine Frau?”

Er nickte.

Währenddessen studierte die vermeintliche Angestellte die Bilder. Sie saugte sie auf, seufzte dabei und strich sich mit den Fingern über die Lippen.

“Tun Sie sich keinen Zwang an”, blaffte ich sie an, “Sie wollen sich doch gern an die Muschi fassen, während Sie die Bilder anschauen. Na los, machen Sie ...”

Es war ungezogen von mir, aber ich konnte nicht aufhören. “Bekommen Sie davon einen Orgasmus, ja?”

Sie sah mich kühl an. “Was ahnen Sie von unserem Leben?”

Darauf wusste ich wenig zu erwidern.

“Sehen Sie: nichts. Es befriedigt mich intellektuell, mehr nicht. Leider. Dennoch bin ich bei ihm geblieben und ich denke, das hier ...” Sie wies auf den Monitor, “steht mir zu. Es ist ein schwacher Ersatz. Aber er konnte es ja nicht lassen mit dem Motorradfahren.”

“Es war ein Unfall, Theresa!”, warf Maximilian ein.

Resigniert schüttelte Theresa den Kopf. “In Fetzen hing er an ihm. Sie mussten amputieren.”

Plötzlich tat mir die Frau leid, ich legte die Hand auf ihre Schulter. Aber wie konnte man Menschen trösten, bei solchem Schicksal?

“Lassen Sie, Sirke.” Sie sah mich an und zwang sich zu einem Lächeln. “Wir sind stärker, als Männer glauben. Auch mit so etwas werden wir fertig. Damals trafen wir eine Vereinbarung: Ich bleibe bei ihm, wenn er mir die Freiheit gibt, den Sex so zu haben, wie ich ihn brauche.” Sie blickte hinüber zu Maximilian und sah nun nicht mehr leidend aus. “Und ich brauche ihn so, nicht wahr, Maxi?”

“Ich bringe Sirke jetzt zur Bushaltestelle.”

“Das wird sie alleine können, Maxi.”

“Ich hole uns dabei noch etwas fürs Abendessen.”

“Wir haben alles da, Maxi.”

Also brachte er mich nur bis vor die Tür. “Auf Wiedersehen, Sirke.” Und bevor er die Ladentür hinter mir schloss, flüsterte er: “Es war kein Unfall. Sie hat ihn mir abgeschnitten.”

“WAS?”

“Das sollten Sie wissen. Manchmal flunkert sie.”

“Aber dann gehen Sie zur Polizei!”

“Nein, ich brauche meine Frau”, fistelte seine Stimme, “ich liebe sie.”

Ich stöckelte über den Bürgersteig davon. Er war ein Schlappschwanz, überlegte ich. Nein. Nicht mal das. Ich bemitleidete ihn und grübelte. Als ich von der Hein-Hoyer-Straße auf die Reeperbahn einbog, kam ich zu dem Entschluss: Seine Frau hatte Recht. Wir waren stärker. Der Gedanke gab mir ein gutes Gefühl, und der nächste Kunde konnte kommen.

Ariane Aran schrieb obige erotische Geschichte. - "Ich bin Filmemacherin und Autorin. Da ich immer wieder danach gefragt werde, hier gleich die Antwort: Ja, ich mache auch erotische Filme. Dabei lerne ich interessante und ehrliche Menschen kennen, die mit beiden Beinen im Leben stehen. Sie verstehen etwas von der Liebe und vom Sex. Wirklich nicht die schlechtesten Voraussetzungen, um in diesem Leben glücklich zu werden." Ariane Aran hat ein erotisches Hörbuch über ihr bewegtes (bisheriges) Leben heraus gebracht, das ihr viel Lob von Hörern einbrachte. Ariane Aran: "Ich freue mich, wenn sich Frauen und Männer davon anregen lassen und ein paar schöne Stunden haben."

Eine historische Liebesgeschichte

image
Elise ist 19 Jahre alt, attraktiv und abenteuerlustig. Unbedacht zerstört sie die Liebe ihres Lebens. - Die Autorin Ariane Aran schreibt die neue, sehr erotische Liebesgeschichte "Liebe in Zeiten des Krieges" und führt dazu ein Liebesgeschichten-Schreibtagebuch.