Thorsten (26): “Ich komme immer viel zu früh!”
Frühes Kommen sichert gute Plätze, heißt es. Doch was vielleicht fürs Kino gilt, trifft nicht unbedingt auf den Sex zu. Bei Thorsten und Nicole (beide 26) wäre fast die Beziehung daran gescheitert.
Thorsten (26) aus Magdeburg: “Manchmal glich ich echt einem Teenie in der Pubertät. Denn immer wenn meine Freundin und ich zusammen kuschelten, war bei mir die Sache schon gelaufen, bevor Nicole überhaupt annähernd auf Touren kam. Das Schlimme: Es passierte nicht nur ab und zu mal, sondern ständig. Und wohin das führte, ist ja wohl klar, oder? Nicole war enttäuscht, total unbefriedigt und frustriert. Sie wurde zunehmend saurer, hatte irgendwann kaum noch Lust auf Sex.
Mir war die ganze Angelegenheit natürlich sehr peinlich. Ich schämte mich. Aber was sollte ich tun? Sobald Nicole und ich anfingen, etwas intensiver miteinander zu schmusen, stand ich bereits unter Hochspannung, war kurz vor dem Explodieren. Mein Flamme macht mich halt wahnsinnig scharf. Ihr hübsches Gesicht, der tolle Busen, die langen Beine, wie sie küsst, sich beim Sex bewegt, sich anfühlt – ich liebe einfach alles an dieser Frau. Und war drauf und dran, sie zu verlieren. Weil ich es nicht schaffte, meine Erregung zu kontrollieren.
Nein, so konnte es nicht weitergehen. Es musste dringend was geschehen. Aber was? Wir haben eine Menge ausprobiert, um mich beim Sex abzutörnen: Ich dachte, während wir es taten, an meinen doofen Chef, meinen Kontostand, meine zukünftige Schwiegermutter. Nicole verband mir im Bett die Augen, damit ich sie nicht nackt sah. Wir haben uns im Dunkeln geliebt. Nichts half“, erzählt Thorsten.
Thorsten nahm mit Verena Lasskovitz per e-mail Kontakt auf. Für die Veröffentlichung hier wurde sein Name geändert.
Verena Lasskovitz: Thorsten sprach mit mir über dieses Thema. Ich kannte das Problem von einem Ex-Freund. Und der hatte einen ebenso simplen wie wirksamen Trick auf Lager. Wenn mein Ex mit mir verabredet war und wir wahrscheinlich Sex haben wollten, ging er vorher noch mal kurz ins Bad und befriedigte sich selbst. Das nimmt den Druck. Und es funktionierte ganz gut. Meist konnte er auf diese Weise seine Geilheit bremsen – zumindest solange, bis ich einen Höhepunkt hatte. Sex war mit dem Trick auf jeden Fall erfüllender.
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Frauen und Orgasmus - eine wissenschaftliche Studie
Der multiple Orgasmus kommt bei Frauen häufig vor, stellt die Charité-Universitätsmedizin Berlin in einer großen Fragebogenaktion fest. 575 Frauen wurden anonym über ihr Sexualerleben befragt.
Mit einem Vorurteil räumt die Studie auf: dem angeblichen vaginalen Orgasmus. Nur wenige Frauen unterscheiden laut der Studie zwischen einem klitoralen und vaginalen Orgasmus. Vielen sind die Unterschiede nicht bekannt. Unter klitoralem Höhepunkt summieren viele Frauen einen Orgasmus, der bei manueller Stimulation der Klitoris erreicht wird. Als vaginaler Höhepunkt wird ein Orgasmus angesehen, der durch Eindringen des Penis’ hervorgerufen wird.
“Die Erlebnisqualität ist bei den meisten Frauen nur minimal different”, erklärt Diplom-Psychologin Anja Lehmann vom Institut für Medizinische Psychologie. “Der klitorale Orgasmus wird - wenn überhaupt - als punktueller und daher intensiver erlebt, der vaginale eher ganzheitlich-diffus.”
Die “Qualität” des Orgasmus wird von befragten Frauen als gleichwertig empfunden, egal ob der Orgasmus durch Selbstbefriedigung, durch Streicheln oder Geschlechtsverkehr hervorgerufen wird. “Letztlich geht jeder Orgasmus von der Stimulation der Klitoris aus, ohne Stimulation der Klitoris ist ein Orgasmus fast nicht möglich. Dabei ist die außen sichtbare Klitorisspitze nur ein kleiner Teil des Organs, das elf Zentimeter lang ist und dessen Nervenenden bis in die Vagina und die Oberschenkel hineinreichen”, sagt Dr. Sabine Grüsser-Sinopoli.
Männerträume verursachen 35 Milliarden Euro volkswirtschaftlichen Verlust
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