Sven (25): “Ich würde sie gern mal richtig von hinten nehmen”
Problemfall Analsex. Viele Männer sind scharf auf die griechische Nummer, weil sie sich intensive Gefühle erhoffen. Frauen hingegen haben Angst, dass es weh tun könnte. Sven wandte sich an die Redaktion, um genau über das Thema zu sprechen. Wir haben das Gespräch (mit seinem Einverständnis) aufgezeichnet und veröffentlichen es hier. Das Interview führte Verena Lasskovitz. - Parallel dazu hat uns ein PR-Unternehmen freundlicherweise das Ergebnis einer aktuellen Umfrage zum Thema "Analsex" zur Verfügung gestellt.
EROTISCHE GESCHICHTEN fragt: Sven, in einer Mail an erotische-geschichten.biz baten Sie um ein offenes Gespräch mit uns. Gibt es in Ihrer Beziehung ein Problem?
Sven: Ach, ein Problem haben wir eigentlich nicht wirklich. Im Grunde genommen verstehen meine Freundin Nicole und ich uns super. Es ist bloß so, dass ich beim Sex gern mal was Neues mit ihr machen würde.
EROTISCHE GESCHICHTEN fragt: Was verstehen Sie unter etwas Neuem?
Sven: Ich würde sie gern mal richtig von hinten nehmen. Damit meine ich Analsex.
EROTISCHE GESCHICHTEN fragt: Und warum tun Sie es nicht?
Sven: Nicole mag so was nicht.

EROTISCHE GESCHICHTEN fragt: Woher wissen Sie das?
Sven: Oh, Mann – das ist jetzt aber eine sehr indiskrete Frage. Na, okay. Also, ich habe im Bett zwei- oder dreimal versucht, Nicole durch die Hintertür zu beglücken. Und immer nahm sie meinen Penis in die Hand – führte ihn in ihre Vagina.
EROTISCHE GESCHICHTEN fragt: Haben Sie mal mit Ihrer Freundin über Ihren Sexwunsch gesprochen?
Sven: Ich wollte es. Aber meine Freundin hat sofort das Thema gewechselt. Ich denke, Nicole findet Analverkehr unter Heteros unnormal, vielleicht sogar eklig – kann sich gar nicht vorstellen, Spaß daran zu haben.
EROTISCHE GESCHICHTEN fragt: Und warum sind Sie so scharf auf Po-Sex?
Sven: Wie gesagt: Ich würde sexuell gern mal was Neues ausprobieren. Und Nicole hat so einen herrlich knackigen Hintern – der reizt mich ganz einfach. Außerdem glaube ich, dass die Gefühle beim Analverkehr äußerst intensiv sein können. Sowohl für den Mann als auch für die Frau. Darauf bin ich neugierig. Und falls es uns nicht gefällt, können wir die Sache ja wieder sein lassen.
EROTISCHE GESCHICHTEN fragt: Nicole, wissen Sie, dass Ihr Freund gern Po-Sex mit Ihnen machen möchte?
Nicole: Ja. Aber erst seit ein paar Tagen. Als mir Sven von diesem Gesprächstermin mit Frage erzählte. Ich fragte ihn: “Worüber wollen wir denn mit denen reden?” Und er sagte: “Über Analsex.” Da wurde mir im Nachhinein plötzlich einiges klar. Ich erinnerte mich daran, dass Sven mich vor längerer Zeit mal von hinten nehmen wollte. Wir kamen gerade von einer Party nach Hause, hatten beide einen kleinen Schwips. Und ich dachte, mein Schatz würde alles nicht mehr so auf die Reihe kriegen – hätte sich vielleicht bloß in der Tür geirrt. Dass Sven tatsächlich Lust auf Po-Sex hat, wusste ich damals noch nicht.
EROTISCHE GESCHICHTEN fragt: Wie ist denn Ihre grundsätzliche Einstellung zum Analverkehr?
Nicole: Ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass ich mich dafür begeistern kann. Wenn Svens Penis beim Sex nicht meine Klitoris stimuliert – wie soll ich dann zum Orgasmus kommen? Außerdem fürchte ich, dass es mir anal wehtut. Schließlich hat die Natur für den Geschlechtsverkehr doch eine andere Körperöffnung vorgesehen.
EROTISCHE GESCHICHTEN fragt: Würden Sie es denn auf einen Versuch ankommen lassen?
Nicole: Natürlich. Wenn Sven es gern möchte, probiere ich auch Analsex mit ihm aus. Ich liebe doch meinen Freund …
Die Meinung eines Psychologen
Psychologe Dr. Heribert Mannes: Wer Analverkehr für eine sexuelle Technik hält, die ausschließlich von Schwulen praktiziert wird, der irrt sich gewaltig. Aktuelle Studien belegen, dass auch etwa 10 Prozent der heterosexuellen Paare gelegentlich bis regelmäßig sehr viel Spaß daran haben. Jede dritte Frau, ergaben Umfragen, kommt beim Po-Sex ebenso leicht zum Orgasmus wie im üblichen Verkehr. Obwohl die Klitoris, wie Nicole sagt, beim Analsex durch den Penis nicht direkt stimuliert wird. Aber das kann ja zusätzlich mit manuellem Streicheln erfolgen.
Griechisch, wie wir Analsex heute auch nennen, hat eine lange Tradition. Besonders beliebt war diese Praxis in streng katholischen Ländern. Bei jungen Pärchen, die vorehelichen Sex haben wollten, ohne die Jungfernschaft des Mädchens zu verletzen. In anderen Beziehungen dient diese sexuelle Variante als Alternative, wenn die Frau stark menstruiert.
Damit der Sex auf griechische Art zu einem lustvollen Erlebnis wird, sollten allerdings ein paar Spielregeln beachtet werden. Der wichtigste Grundsatz – wie bei allem, was den Sex betrifft – lautet: Alle Beteiligten müssen es wollen. Der Mann ist außerdem gehalten, behutsam vorzugehen. Er sollte äußerst vorsichtig und einfühlsam in seine Partnerin eindringen. Und beim Analsex unbedingt ein Kondom benutzen. Aus hygienischen Gründen.
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