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Karriere: Vom Swingerclub-Chef zum Würstchenverkäufer

Ein Bericht von Tom. Diesmal aus dem Thüringer Wald. Über ein paar Umwege bin ich an Harry geraten. Wie so viele gescheiterte Existenzen hat er sich gleich nach der Wende in den Osten der Republik aufgemacht, um dort abermals zu scheitern. Ursprünglich kommt Harry aus der Gegend um Düsseldorf, seine Frau wohnt noch heute dort. Im Osten, so meinte Harry, könne er das Geschäft mit seinen persönlichen Neigungen verbinden. Logische Konsequenz: Harry eröffnete einen Swinger-Club. Harry ist Anfang 50, schlank, hat volles, noch an keiner Stelle ergrautes Haar und ein zerfurchtes Gesicht.

Im Thüringer Wald, nah beim berühmten Rennsteig, fand der Rheinländer ein geeignetes Domizil. Eine alte Landbäckerei, etwas abseits vom nächsten Dorf gelegen. Das war gut gewählt. Swinger-Clubs müssen immer etwas abseits liegen. Schließlich möchte kein Besucher, dass der Nachbar zufällig sein Auto auf dem Parkplatz eines derartigen Etablissements sieht. Geschmackvoll auch die Einrichtung, selbst das Büffett ist zumindest in Ordnung.

Harry hatte mich angerufen: “Tom, ich habe hier zwei Paare, die wollen drehen. Hier bei mir in der Bäckerei. Wann kannst du kommen?”

Nun bin ich also da, habe in einem nahe gelegenen Landgasthof Quartier bezogen, stehe an Harrys Bar und warte auf die Dinge, die da kommen sollen.

Die Wartezeit vertreibt sich Harry mit mir, in dem er mir seine selbstproduzierten Pornos zeigt. Die ersten Filmchen zeigen ein paar recht hübsche Mädchen bei der Selbstbefriedigung. Dabei wackelt die Kamera, als hätte Harry Schüttelfrost gehabt. Dann wird es schlimmer. Der nächste Film zeigt eine hässliche, zur Verfettung neigende Endvierzigerin die nackt und rücklings auf dem Rasen hinter der Bäckerei liegt. Über ihr, leicht in den Knien gebeugt, steht ein dürrer Mann von Mitte dreißig. Die Bewegung seiner Bauchmuskulatur lässt erkennen, dass er sich sichtlich müht, seinen Darminhalt auf die Bauchdecke der Dame zu setzen. Quälend langsam vergehen die Minuten bis sich der erste braune Zipfel zwischen seinen eingefallenen Arschbacken durchwühlt.

Nach dem er sein Werk vollbracht hat, packen die beiden in echter Teamarbeit das Corpus delicti in eine Klarsichttüte. Dann reicht sie ihm Toilettenpapier. Nachdem er sich sorgfältig den Darmausgang gesäubert hat, wird auch das benutze Papier sorgsam in der Klarsichttüte verstaut. Hier bricht der Film ab. Stolz schaut mit Harry an. Sicher hält er dieses Werk für orcarverdächtig. “Ganz nett”, lächle ich ihn an.

Das Telefon schrillt. Das erste Pärchen sagt ab. Harry ist sauer. Kein Pärchen, keine Provision. Inzwischen kommen die ersten Gäste. Und was für welche. Zwei Frührentnerinnen. Wie es die Clubordnung verlangt legen die beiden Frauen ab. Unter Strümpfen und Strapsen glühen und schwellen dunkelblaue Krampfadern. Diese sexgeilen Seniorinnen stehen also den männlichen Besuchern zur Verfügung. Innerlich schüttle ich mich. Professionell wäre es, für diesen Job russische Nutten zu verpflichten. Aber das würde Geld kosten. Und diese Beinahe-Greisinnen würden wahrscheinlich noch den Großteil ihrer kargen Rente opfern, damit sie irgend jemand besteigt.

“Wie laufen die Geschäfte”, frage ich Harry. “Schlecht”, antwortet er, “hier in der Gegend macht ein Club nach dem anderen auf. Und es reicht eben nicht für alle.” Besonders reicht es nicht für Harry. Und der Grund dafür ist allein Harry selbst.

Zwei einzelne Herren sind inzwischen eingetroffen, haben ihren Obulus von 80 Euro entrichtet und sitzen in Unterhosen am Tresen. Große Bäuche hängen über kleinen Tangas, bevorzugt im Leopardenfellmuster. Lustlos nuckeln sie an ihren Bierflaschen und schauen ungläubig die beiden Seniorinnen an. Hinter dem Tresen langweil sich eine Mitdreißigerin in weißer Reizwäsche. Zwar ist sie, da bin ich mir sicher, nymphoman veranlagt, aber diese beiden Gäste sagen ihr nicht zu.

Es riecht jetzt nach Fußschweiß und Achselhöhle. Ein erstes Paar hat sich inzwischen zu uns gesellt. Beide Mitte 30. Und es ist garantiert ihr erster Besuch an so einem Ort. Jetzt dreht Harry auf: “Was ist denn los hier? Hoch die Tassen”, animiert er sein Gäste. Wie selbstverständlich legt er seinen Arm um die zuletzt eingetroffene Frau und drängt zwischen sie und ihren Partner. Auch die Seniorinnen spielen jetzt ihren Part und zwingen den hilflosen drei Herren ein Gespräch auf. Und keine 30 Minuten später zieht Harry die leicht widerstrebende Frau hinter sich her in eines der Schlafzimmer, während ihr Partner den beiden ungläubig hinterher schaut.

Eine knappe Stunde lang lässt sich der arme Mann auch ein sinnentleertes Geplapper mit den beiden Rentnerinnen ein. Aber immer wieder schweift sein Blick zur Tür, hinter der seine Partnerin mit Harry verschwunden ist. Auch die Tresendame bemüht sich jetzt erfolglos, die drei männlichen Gäste bei Laune zu halten.

Dann kehrt Harry mit seinem zerzausten Opfer zurück. Er greift hinter dem Tresen sein Handy hervor. “Eine SMS”, knurrt er und beginnt zu lesen. Dann sieht er mich an: “Die anderen beiden haben auch abgesagt!”

Ich bestelle ein Bier. Das Pärchen ist wieder im Umkleideraum. Als ich über den Parkplatz zu meinem Auto gehe, verlassen auch sie die Bäckerei. Er scheint noch immer nicht begriffen zu haben, was eben passiert ist. Vielleicht erschließt es sich ihm Morgen, dass er 80 Euro bezahlt hat, damit er zwei Bier trinken und Harry seine Freundin durchvögeln konnte.

“Soll ich dich anrufen wenn ich wieder etwas habe?” ruft Harry mir über den Parkplatz nach. Ich nicke.

Zwei Monate später gibt Harry den Club auf und übernimmt einen Imbisswagen vor einem Supermarkt.

Und noch ein paar Monate später sehe ich Harrys Bild in der Zeitung. Er ist festgenommen worden. Wegen Vergewaltigung.

Erschienen am 05.9.2017 | zurück zur Startseite


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